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Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

Dienstag
22. Juli 2014
19:05

Gödel googelt
Wie logisch ist die digitale Welt?
Gestaltung: Armin Stadler

Wenn Gödel das Internet benutzen würde, dann würden ihm die Widersprüche und Inkonsistenzen im Internet sauer aufstoßen.

Im "Vienna Summer of Logic 2014" kommen im Juli mehr als 2.500 Expert/innen aus der Informatik, künstlichen Intelligenz und mathematischen Logik zu einer Konferenz zusammen - und zwar in jener Stadt, in welcher der größte Logiker nach Aristoteles seinen epochalen "Unvollständigkeitssatz" formulierte und damit ein Leck in das bis dahin wasserdichte Beweissystem der Mathematik schlug: Kurt Gödel.

Eine günstige Gelegenheit für eine kleine Spekulation: Was wäre, wenn Gödel auf der Konferenz auftauchte und dort die Frage stellte, ob die digitale Welt inzwischen nicht doch etwas logischer funktionieren könnte?

Wenn man beim Googeln den Buchstabe "G" ins Suchfeld schreibt und als erstes den Begriff "Google" serviert bekommt, obwohl man sich gar nicht über diese Suchmaschine informieren will, das kann Gödel gerade noch akzeptieren. Aber muss die Logik des Marktes im Internet wirklich so dominant sein? Und wo bleibt das "Semantic Web", von dem alle Surfer träumen? Indem man schneller relevante Informationen findet, weil die Datenverknüpfung nach ausschließlich logischen Regeln funktioniert.

Die dafür notwendigen Suchalgorithmen müsste es doch längst geben? 36 Jahre nach seinem Tod? Der wiederbelebte Konferenzgast Gödel fragt bei einigen seiner Erben nach.

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