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1914

Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

Freitag
08. August 2014
19:05

1. Die Kriegsverbrechen Österreich-Ungarns im Ersten Weltkrieg
2. Im städtischen Bad vor 500 Jahren
3. Die unerforschte Welt der Kakerlaken
4. Mondrover - Testversuche am steirischen Erzberg
Redaktion und Moderation: Franz Tomandl

1. Die Kriegsverbrechen Österreich-Ungarns im Ersten Weltkrieg

Wenn heute bei historischen Konferenzen die Rede von Kriegsverbrechen ist, dann meist in Zusammenhang mit der NS-Zeit oder den Balkankriege in den 1990er Jahren. Den Auftakt zur Brutalisierung der europäischen Gesellschaft, bildete allerdings der Erste Weltkrieg - vor allem die Verbrechen der österreichisch-ungarischen Armee scheinen jedoch in Vergessenheit geraten zu sein. Anders als der Völkermord der Türken an den Armeniern in den Jahren 1915 und 1916. Und anders als die Verbrechen der Deutschen in Belgien. Nachdem deutsche Truppen Anfang August 1914 in Belgien einmarschiert waren, ermordeten sie tausende Zivilisten - zur Einschüchterung und als Antwort auf den unerwartet starken Widerstand Belgiens auf die Invasion. Die Österreich-Ungarn wüteten vor allem in Serbien und in Galizien, an den östlichen Ausläufern der Doppel-Monarchie. Ihre Verbrechen sind bis heute nur unzureichend untersucht und nie wirklich aufgearbeitet worden. Mit Tamara Scheer, Ludwig Boltzmann Institut für Historische Sozialwissenschaft; Ulf Brunnbauer, Universität Regensburg; Danilo Šarenac, Institut für Zeitgeschichte, Universität Belgrad. Autorin: Tanja Malle.

2. Im städtischen Bad vor 500 Jahren

Eine Geschichte des öffentlichen Badewesens ist vor kurzem im Böhlau Verlag erschienen, in einem durch zahlreiche Abbildungen sehr anschaulichen Band, der von den Freuden und Nöten der Menschen in den öffentlichen Bädern berichtet. Ab dem 12. Jahrhundert entstanden in den Städten öffentliche Dampf- oder Schwitzbäder. In Paris gab es Ende des 13. Jahrhunderts 26 Bäder, im 15. Jahrhundert hatte Würzburg acht, Nürnberg zwölf gemeine Badestuben. Für seine detaillierte Studie hat der in Innsbruck lebende Historiker Robert Büchner das Stadtbad Rattenberg gewählt. Das ehemalige Stadtbad, es entstand um 1400, ist direkt an die Stadtmauer gebaut. Es kann als Beispiel für andere Bäder angesehen werden, auch wenn diese etwas größer waren. Mit Robert Büchner, em. Professor für Geschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit an der Universität Innsbruck. Gestalterin: Sonja Prieth

Buchtipp:
Robert Büchner: Im städtischen Bad vor 500 Jahren. Badhaus, Bader und Badegäste im alten Tirol. Böhlau Verlag

Das Buch des Innsbrucker Historikers Robert Büchner, "Im städtischen Bad vor 500 Jahren", Untertitel "Badhaus, Bader und Badegäste im alten Tirol, ist im Böhlau Verlag erschienen.

3. Die unerforschte Welt der Kakerlaken

Sie haben sechs kräftigte Beinchen mit Haaren, lange Fühler und können extrem schnell rennen. Auf der Liste der unbeliebtesten Tiere besetzen belegen Küchenschaben die obersten Plätze. Man findet sie in jeder großen Stadt. Denn im Gegensatz zu den Gefühlen, die wir ihnen entgegenbringen, lieben Küchenschaben Menschen. Ein Hotspot für die Schaben ist New York. Und dort hat sich ein Wissenschaftler die sechsbeinigen Stadtbewohner näher angesehen. Mit Mark Stoeckle, Rockefeller Universität, NYNY.

4. Mondrover - Testversuche am steirischen Erzberg

30 Millionen Dollar hat Google 2006 für den Lunar XPrize ausgelobt. Um das Geld zu bekommen, müssen die Teilnehmer spätestens 2015 einen Roboter zum Mond schießen, der es zumindest 500 Meter weit über den Erdtrabanten schafft und dabei Live-Bilder überträgt. Unter den Bewerbern für den XPrize ist auch ein Team namens Parttime-Scientists, das vor allem aus Österreichern und Deutschen besteht. Seit sechs Jahren arbeiten die Teilzeitwissenschaftler am Weg zum Mond. Im September oder Oktober wollen sie ihre Mondrover am steirischen Erzberg testen. Mit Robert Böhme, CEO der Parttime Scientists. Autor: Franz Zeller.

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