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Gesellschaft

Von Tag zu Tag

Mittwoch
09. Dezember 2015
14:05

Simon Wiesenthal, sein Archiv und die aktuelle Holocaustforschung. Gast: Béla Rásky, Geschäftsführer des Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien. Moderation: Natasa Konopitzky. Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79.

"Ich behaupte, dass Simon Wiesenthal der wichtigste und bedeutendste Mann der 2. Republik war. Seine Tragödie war, dass die Österreicher das bis heute nicht wissen", schrieb der Schriftsteller Gerhard Roth in seinem Nachruf auf Simon Wiesenthal 2005. Simon Wiesenthal überlebte den Holocaust und arbeitete nach der Befreiung daran, NS-Verbrecher aufzuspüren. Er zwang Österreich dazu, sich mit seiner nationalsozialistischen Vergangenheit auseinanderzusetzen.

In fast 60-jähriger Tätigkeit baute er ein Archiv mit vielen Tausenden Akten zum Holocaust auf. In seinen letzten Lebensjahren arbeitet er daran, sein Archiv der Wissenschaft zugänglich zu machen und ein internationales Zentrum zur Holocaust-Forschung aufzubauen. Wiesenthal konzipierte 2005 das "Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien" mit.

Das Institut widmet sich der wissenschaftlichen Erforschung von Holocaust, Antisemitismus und Rassismus. Ein wichtiger Teil der Arbeit ist die Vermittlung der Forschungsergebnisse an ein breites Publikum, sowohl durch Vorträge als auch durch experimentelle künstlerische Zugänge, wie zum Beispiel Interventionen im öffentlichen Raum.

Natasa Konopitzky spricht mit Béla Rásky über Simon Wiesenthal, neue Tendenzen in der Holocaust-Forschung und künstlerische Auseinandersetzungen mit dem Holocaust.

Béla Rásky ist Historiker und seit 2010 Geschäftsführer des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien.

Gestaltung: Natasa Konopitzky · zur Sendereihe

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