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matrix - computer & neue medien

Sonntag
07. Februar 2016
22:30

1. Smarte Haushaltsfallen.
2. Besuch bei Amerikas "Smart Gun" Lobby.
3. Neue Pläne für den transatlantischen Datenaustausch.

1. Smarte Haushaltsfallen

Apps, mit denen man Heizung, Licht, Fernseher oder Staubsauger-Roboter steuern kann: Die Liste der Möglichkeiten in unseren künftig smart vernetzten Wohnungen wird immer länger. Doch für die Konsument/innen ist noch vieles im Unklaren: Standards sind oft noch nicht definiert, und die neue smarte Glühbirne könnte morgen schon ein veraltetes Relikt sein. Mit eingebauten Kameras und Mikrofonen für die Sprachsteuerung naschen die Geräte vielfach am Privatleben mit. Was wir in unseren vier Wänden reden und machen, ist besonders für die Werbewirtschaft von großem Interesse, um maßgeschneiderte Angebote bereitzustellen. Für "Matrix" wirft Sarah Kriesche einen Blick hinter die Kulissen des cleveren Geschäfts mit Smart-Home-Utensilien.

2. Besuch bei Amerikas "Smart Gun" Lobby

Vor knapp einem Monat verkündete Barack Obama, dass er keinen Kandidaten unterstützen oder wählen werde, auch nicht seiner eigenen Partei, der nicht für eine Reform der Waffengesetze eintritt. Er selbst wird, trotz aller Bekenntnisse, kein schärferes Waffengesetz verabschieden können, da die republikanische Mehrheit im Kongress jeden Versuch einer Verschärfung blockiert hat und blockieren wird. Am Recht eines jeden, Waffen zu tragen, traut sich nicht einmal der Präsident zu rütteln. Er will zumindest erreichen, dass Waffen nicht in falsche Hände geraten. Und dafür soll es technische Änderungen an den Waffen geben. Eine Variante wären Smart Guns. Ob solche personalisierten Waffen Amerika sicherer machen können, dieser Frage geht Juliane Schiemenz nach.

3. Wieder kein sicherer Hafen? Neue Pläne für den transatlantischen Datenaustausch.

"Datenschutz-Limbo", "Alter Wein in neuen Schläuchen", oder "ein Sieb als Schutzschild" - mit viel Sarkasmus haben Datenschützer auf die neuen Pläne der EU-Kommission für den Datenaustausch zwischen Europa und den USA reagiert. Einen schriftlicher Entwurf zur Regelung gibt es noch nicht, dafür aber bereits einen wohlklingenden Namen "Privacy Shield" - also Privatsphäre Schild. Geht es nach der EU-Kommission und den Vereinigten Staaten, dann ersetzt das "EU-US-Privacy Shield" künftig vom Europäischen Gerichtshof gekippte Safe Harbor-Abkommen. Safe Harbour machte es Unternehmen bisher möglich, Daten europäischer Bürger in die USA zu transferieren, weil sie dort nach Meinung der Europäischen Kommission sicher waren. Edward Snowdens Enthüllungen über die Massenüberwachungsprogramme der NSA zeigten aber 2013, dass sich Geheimdienste an den europäischen Daten bedienten. Der österreichische Jurist Max Schrems hat das Safe Harbor Abkommen in Frage gestellt und vom Europäischen Gerichtshof Recht bekommen. Julia Gindl berichtet über die neuen Pläne.

Gestaltung: Sarah Kriesche , Julia Gindl · zur Sendereihe

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