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Gesellschaft

Nachtquartier

Freitag
01. April 2016
00:05

Der Anti-Literat und seine Anti-Biografin.
Katharina Prager zu Gast bei Xaver Forthuber.

Auf den Tag genau vor 117 Jahren, am 1. April 1899, erschien die erste Ausgabe der Zeitschrift "Die Fackel". Viel ist seither über Karl Kraus gesprochen und geschrieben, viel interpretiert und ihm zugeschrieben worden. Verortet wird er gerne am Gegenpol der Gesellschaft, in der er lebte: Als "Anti-Journalist", "Anti-Literat" oder "Antipode". Die Kulturwissenschafterin und Historikerin Katharina Prager vom Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Theorie der Biographie lässt Kraus gerade erneut auferstehen: Für die Wienbibliothek im Rathaus kuratiert sie eine neue Zusammenstellung sämtlicher erhaltenen Materialien in digitaler, allgemein zugänglicher Form. "Karl Kraus Online" startete im vergangenen Herbst mit einer eher unbekannten Seite des streitbaren Publizisten: über 700 Vortragstexte, Film- und Audioaufnahmen von Karl Kraus als Vorleser.
Das ganze Projekt soll eine "materialbasierte Online-Biografie" sein. Katharina Prager wollte aber bewusst "anti-biografisch" arbeiten - keine weitere "Meistererzählung", sondern ein Blick auf den Menschen hinter dem Mythos, zusammengesetzt aus seinem eigenen Werk. Welcher Karl Kraus dabei zum Vorschein kommt, was er zu uns sagen würde und was es noch an ihm zu entdecken gibt, erzählt Katharina Prager im Nachtquartier.
Rufen Sie an, reden Sie mit unter 0800 22 69 79 oder schreiben Sie uns per Mail an nachtquartier@orf.at.

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