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Betrifft: Geschichte

Donnerstag
02. März 2017
17:55

Der Pharao als Propaganda-Genie. Ramses II., genannt: Der Große. Mit Manfred Bietak, Em. o. Univ.-Prof., Institut für Orientalistik und Europäische Archäologie.
Gestaltung: Robert Weichinger

Selbst im mumifizierten Zustand ist dieser ägyptische König von einer eindrucksvollen Aura umgeben. Im Ägyptischen Museum in Kairo gehört sein Leichnam zu den besterhaltenen ehemaliger Pharaonen. Und wer heute das Land am Nil besucht und sich für die archäologischen Sehenswürdigkeiten interessiert, wird allerorts auf Tempel und Statuten aus der Zeit des Pharaos Rames II. stoßen.

Zwar war Ramses II. ein überaus reger Bauherr, aber er verstand sich ebenso auf die damals übliche Praxis, bereits existierende Tempel zu usurpieren und sie zu Heiligtümern seiner Regentschaft zu machen. Ca. 1304 vor Christus geboren (zur Zeit des Neuen Reiches), regierte Rames II. 66 Jahre lang und starb im damals biblischen Alter von etwa 85 Jahren (die Altersschätzung, früher 91 Jahre, hat sich etwas verändert, seit man Sethos I., dem Vater von Ramses, nur neun Regierungsjahre zumisst).

Wie kein anderer ägyptischer König vor und nach ihm verstand es Ramses II., die Propaganda für seine Herrschaft zu nützen, zumal sein Vertrauen in die Fähigkeiten seines Militärs nach der Niederlage in der Schlacht bei Kadesch zwischen Ägyptern und Hethitern gesunken war und er sich genötigt fühlte, eine andere sichere Basis seiner Herrschaft zu finden: Für Rames II., den Großen, war es die Propaganda.

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