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Freitag
10. März 2017
11:40

Literarische Neuerscheinungen aus Österreich. "Immer denk ich deinen Namen". Von Evelyn Grill. Es liest Chris Pichler. Gestaltung: Daniela Wagner

Man schreibt noch die Zeiten des Eisernen Vorhangs, als der Literaturwissenschafter Adrian Roth auf einer Prag-Reise ins Gespräch mit der jüngeren Vera gerät. Diese kurze Begegnung schwingt in Adrian noch intensiv nach, als er längst zuhause bei seiner schwerkranken Frau ist. Vera und Adrian setzen einen zunächst vorsichtigen, dann zunehmend vertrauten Briefwechsel in Gang.

Die brieflichen Botschaften werden zum Lebenselixier für beide Menschen, die in ihrem Alltag vor große Probleme gestellt sind. Da sind Adrians todgeweihte Frau und die wie gefühllos scheinenden Söhne. Vera wiederum versorgt in ihrem Zuhause pflichtbewusst den Haushalt. Von ihrem begonnenen Studium darf der viel beschäftigte, fordernde Ehemann nichts wissen. Einen zärtlichen und aufmerksamen Umgang können beide - Vera und Adrian - nur von ihrem jeweiligen Briefpartner erwarten. Aber wie soll die Zukunft aussehen?

Evelyn Grill, Jahrgang 1942, stammt aus Garsten in Oberösterreich. Als freie Schriftstellerin lebt sie in Freiburg im Breisgau in Deutschland. Nach einem Jus-Studium in Linz publizierte sie ab 1980 zunächst in Literaturzeitschriften.
Eine Nominierung für den Deutschen Buchpreis 2005 brachte der Autorin ihr Roman "Vanitas oder Hofstätters Begierden" (Residenz Verlag) ein. Für "Der Sammler" wurde sie 2006 mit dem Otto-Stoessl-Preis ausgezeichnet.

Aus dem weiteren Werk: "Schöne Künste. Kriminalroman" (2016), "Der Sohn des Knochenzählers" (2013), "Das Antwerpener Testament" (2011) und "Das römische Licht" (2008).
Zu den jüngsten Publikationen Grills gehört auch ein Erzählband: "Fünf Witwen" (2015, Haymon Verlag).

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