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Betrifft: Geschichte

Freitag
10. März 2017
17:55

Cisleithanien und Transleithanien. Der Österreichisch-Ungarische Ausgleich von 1867. Mit Kurt Scharr, Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie, Universität Innsbruck.
Gestaltung: David Winkler-Ebner

Die Leitha, ein eher unscheinbarer Nebenfluss der Donau, der sich vom niederösterreichischen Lanzenkirchen bis zum ungarischen Mosonmagyaróvár erstreckt, erlangte vor rund 150 Jahren historische Bedeutung. Der Fluss wurde zum Namensgeber jener beiden Reichshälften des vormaligen österreichischen Kaiserreiches, die in Folge des österreichisch-ungarischen Ausgleichs von 1867 entstanden waren: Cisleithanien und Transleithanien.

Die Wurzeln dieses Ausgleichs, der zur Bildung zweier gleichberechtigter und selbstständiger Staatsgebilde führte, lag im preußisch-österreichischen Dualismus, dem Konflikt Preußens und Österreichs um die Vorherrschaft im Deutschen Bund. Die Auseinandersetzungen gipfelten 1866 im Deutschen Krieg. Durch die entscheidende Niederlage Österreichs bei Königgrätz und die darauffolgende Auflösung des Deutschen Bundes konnte Preußen den Konflikt dauerhaft für sich entscheiden.

Dem Vielvölkerstaat Österreich, in dem die deutsche Nation zahlenmäßig unterlegen war, drohte daraufhin der Zerfall. Um dies zu verhindern war vor allem eine Entspannung des Verhältnisses zu den ungarischen Herrschaftsschichten notwendig. Verhandlungen wurden aufgenommen, die schließlich zur Umwandlung des Kaiserreiches in eine österreichisch-ungarische Doppelmonarchie führten.

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