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Gesellschaft
Nebenan: Libanon

Ambiente

Sonntag
12. März 2017
10:05

Reisen mit Ö1. Reisemagazin, u.a. mit: Hippieparadies mit Ablaufdatum: Goa einst und jetzt. Von Dorothee Frank; Von Byblos ins heilige Tal der Maroniten - von der Küste des Libanon ins Ouadi Qadisha. Von Matthias Haydn; Von der Wohnung am Waldrand ins Künstlerviertel. Mit Laurynas Katkus zu ungewöhnlichen Orten der litauischen Hauptstadt Vilnius. Von Cornelius Hell.
Redaktion: Ursula Burkert

Goa einst und jetzt.

Die Strandorte in Goa sind immer noch Sehnsuchtsorte für viele, die sie in den 1960er und 70er Jahren kannten. Damals war die Küste des kleinsten indischen Bundesstaates eines der Ziele der Hippie Trails. Noch vor zehn,15 Jahren gab es vielerorts in Goa noch ein paar Strandhütten, Pensionen und paradiesischen Frieden fernab des Massentourismus. Im Zuge des indischen Wirtschaftsbooms wurde und wird dort wie wild gebaut. Während man in Südgoa immer noch - halbwegs - ruhige Buchten findet, entwickelt sich Nordgoa zum Teil in Richtung indischer "Ballermann".

Aktivisten mobilisieren gegen den Ausverkauf von Goas Stränden, aber auch gegen ökologisch folgenschwere Bergbau-Projekte im Landesinneren. Attraktiv wie je bleibt die Architektur der portugiesischen Kolonialzeit; Dorothee Frank besucht verbliebene Oasen Goas wie das Design- und Handwerksstudio "people tree", und hört am immer noch beschaulichen Agonda Beach zwei Old Hippies beim Reden über alte Zeiten zu.

"Wir sind nach Süd-Goa gezogen, weil sich besonders hier in Agonda die Ruhe erhalten hat."

"Ambiente Reise-Logbuch" - Teil 1: Gerald Zahn über das Holi-Fest in Indien

Im Ö1 Reisemagazin startet heute eine neue Serie. Im Ambiente Reise-Logbuch erzählen Hörerinnen und Hörer von Erlebnissen, die sie auf ihren Reisen rund um den Erdball gemacht haben. Den Anfang macht der Filmemacher Gerald Zahn – er erinnert sich an die Dreharbeiten zu seinem dokumentarischen Experimentalfilm "Farbrausch" beim Holi-Fest in Indien.

"Zusätzlich zu den Farben dürfen dort die Frauen einmal im Jahr die Männer schlagen."

Von Byblos ins heilige Tal der Maroniten - von der Küste des Libanon ins Ouadi Qadisha.

Der Libanon ist ein kleines Land mit ca. 10.500 km2, etwa so groß ist wie Nordtirol. Mit seinen rund vier Millionen Einwohner/innen leben halb so viele Menschen wie in Österreich in dem Mittelmeerland. Wie kaum ein anderes Land der Welt hat der Libanon Menschen aufgenommen, die vor dem Krieg in Syrien geflohen sind. Mehr als eine Million Flüchtlinge werden in den Lagern in der Bekaa-Ebene im Osten des Landes versorgt. Der Tourismus aus Europa ist angesichts dieser schwierigen Lage praktisch zum Erliegen gekommen.

"Dieses Tal ist Zeuge der Geschichte des Christentums - ein gesegnetes Land."

Vor allem Iraker oder ausgewanderte Libanesen auf Heimaturlaub reisen heute noch in den Libanon. Von den schwierigen Bedingungen im Hinterland des Libanon bekommt man an der Mittelmeerküste und im Libanon-Gebirge relativ wenig mit. Die Hafenstadt Byblos hat etwa 100.000 Einwohner/innen und liegt 40 km nördlich der Hauptstadt Beirut. Bei einem Stadtbummel kann man die schönen Gärten und die dazugehörigen Sommerhäuser, das idyllische Hafenviertel und den Suq, den renovierten Markt, erkunden.

Berühmt ist Byblos, die "Perle der libanesischen Küste", vor allem wegen seiner Ausgrabungsstätten. Etwa 80 km von Byblos entfernt, im Landesinneren auf etwa 1.400m Seehöhe, liegt eine der landschaftlich reizvollsten Gegenden des Libanon-Gebirges, das Ouadi Qadisha, das heilige Tal der Maroniten.

Der Fluss Qadisha hat eine tiefe Schlucht geformt, an deren Rändern in Terassen hauptsächlich Obstbäume wachsen. Oberhalb der Schlucht sind Dörfer wie an einer Perlenschnur aneinandergereiht, über ihnen thronen die schneebedeckten Kuppen des bis zu 3.000m hohen Libanongebirges.

Von der Wohnung am Waldrand ins Künstlerviertel.

Der litauische Schriftsteller und Übersetzer Laurynas Katkus erzählt über den Stadtteil Antakalnis, in dem er wohnt, und lässt dabei die multikulturelle Vergangenheit der Stadt lebendig werden. Zur diesjährigen Leipziger Buchmesse, die einen Litauen-Schwerpunkt hat, erscheint sein Essayband "Moskauer Pelmeni". Darin geht es um seine Erfahrungen mit den Russen seit der Sowjetzeit und das bis heute schwierige Verhältnis zwischen Litauern und Russen.

"Es ist so ein gemischtes Viertel. Es gibt alte Häuser, Barockkirchen und Klosteres und es gibt auch Neubauten aus der Neuzeit. Es gibt auch Einfamilienhäuser mit Gärten."

Gestaltung: Dorothee Frank , Matthias Haydn , Cornelius Hell · zur Sendereihe

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