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Vom Leben der Natur

Donnerstag
16. März 2017
08:55

Selten und gefährdet.
Seit mehr als 50 Jahren beobachtet Peter Reischütz Großmuscheln in Österreichs Gewässern.
Teil 4: Die Macht der Neuankömmlinge.
Gestaltung: Ilse Huber

Muscheln haben ein Handicap: Sie sind langsam und kaum fortbeweglich, weil ihnen dazu Gliedmaßen und Sinnesorgane fehlen. Also bleibt ihnen nichts anderes übrig als sich mit der Strömung der Gewässer treiben zu lassen oder sich einen "Aufzug" zu verschaffen. Das können Vögel sein, an deren Gefieder die Larven haften oder auch Fische, in deren Kiemen sie sich als Kleinstlebewesen festsetzen. Aber auch Schiffe dienen als Transportmittel.

Muscheln in Österreich sind inzwischen ein seltenes Phänomen. Früher zahlreich vertreten, fristen sie heute eine nicht nur physisch untergetauchte Existenz. Nur mehr eine Handvoll Arten sind in den Gewässern Österreichs zu finden: Die Flache, die Gemeine und die Große Teichmuschel, die Gemeine Flussmuschel und die Flussperlmuschel - ergänzt werden sie von Neuankömmlingen wie der Wandermuschel, der ostasiatischen Körbchenmuschel und der Chinesischen Teichmuschel.

Warum die einheimischen Muscheln derartig im Rückgang begriffen sind, beruht auf den veränderten Umweltbedingungen: weniger Regen, viele Trockenlegungen, Flussbettveränderungen und für sie giftige Einträge wie Nitrat aus der Landwirtschaft. Der Weichtierexperte Peter Reischütz verfolgt seit mehr als fünf Jahrzehnten ihre Entwicklung.

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