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matrix - computer & neue medien

Sonntag
26. März 2017
22:30

Moral für Maschinen - Wie Autos und Algorithmen ticken sollen. - Gestaltung: Lukas Plank +++ Gnadenlos - "Apple intern" blickt hinter die Kulissen des Hi Tech-Giganten. - Gestaltung: Franz Zeller

1. Ein Roboter darf einem menschlichen Wesen keinen Schaden zufügen oder durch Untätigkeit zulassen, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird - so lautet das erste "Robotergesetz" des Science-Fiction-Autors Isaac Asimov. Zweitens: Ein Roboter muss den Befehlen gehorchen, die ihm von Menschen erteilt werden, es sei denn, dies würde gegen das erste Gebot verstoßen. Und als drittes Gesetz postulierte Asimov: Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange solch ein Schutz nicht gegen das erste oder zweite Gebot verstößt. Die "Robotergesetze" sind mittlerweile fast 70 Jahre alt. Und sie könnten schon bald im Alltag relevant werden. Lukas Plank hat sich bei Experten umgehört, warum Künstliche Intelligenzen ethischen Normen folgen sollten - und welche Herausforderungen damit verbunden sind.

2. Vor knapp einer Woche erschien ein Buch, das bereits in den ersten Tagen für sehr viel Aufsehen gesorgt hat: "Apple intern", der Erlebnisbericht der Wienerin Daniela Kickl, die drei Jahre in Apples Europazentrale im irischen Cork gearbeitet hat. Daniela Kickl hat dort 2014 als technische Beraterin im Callcenter zu arbeiten begonnen, auch mit dem Versprechen, schnell Aufstiegsmöglichkeiten zu bekommen, schließlich ist Kickl studierte Betriebswirtschafterin.

Statt auf eine Oase der Kreativität und Innovation zu treffen, findet Kickl ein rigides, von starren Regeln getriebenes System mit unmenschlichem Arbeitsdruck vor, in dem jede Abweichung streng bestraft wird. Permante Benotung mit Kennziffern und Exceltabellen bestimmen den Umgang mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, "human needs", menschliche Bedürfnisse, ziehen gegenüber "business needs", also geschäftlichen Erwägungen, immer den Kürzeren. Ein Grund, warum laut Kickl, die Selbstmordrate bei Apple in Cork sechsmal höher sein soll als im irischen Durchschnitt. Die Apple-Presseabteilung hat uns auf Anfrage übrigens wissen lassen: "Wir kommentieren das Buch nicht."
Franz Zeller hat mit Daniela Kickl über "Apple intern" gesprochen.

Moderation: Wolfgang Ritschl
Redaktion: Franz Zeller und Julia Gindl

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