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matrix - computer & neue medien

Sonntag
16. April 2017
22:30

1. Wie neue Datenbanken die Provenienzforschung erleichtern.
2. Smartes Wohnen in Aspern.
3. Eine Trillion Rechnungen pro Sekunde.

1. In der Zeit zwischen 1933 und 1945 raubten die Nazis geschätzt mehr als 600.000 Kunstwerke und Kulturgüter. Bevor die aus Enteignungen von Juden und Regimegegnern stammenden Gegenstände in Museen, den Kunsthandel und private Sammlungen wanderten, wurden sie in speziellen NS-Sammelstellen zusammengeführt und teilweise penibel dokumentiert. Eine dieser Stellen befand sich in Wien in der Neuen Burg. Im 1938 eingerichteten Zentraldepot beschlagnahmter Sammlungen wurden Objekte aus Wiener Kunstsammlungen eingelagert, die ihren als jüdisch geltenden Besitzern entzogen worden waren.

Aktuell befasst sich ein Kooperationsprojekt der Kommission für Provenienzforschung und des Archivs des Kunsthistorischen Museums Wien mit der Digitalisierung der Karteien dieses Depots. Ziel ist es, diese wichtigen Quellen zum NS-Kunstraub in Österreich sowohl Provenienzforschern als auch der breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Aber nicht nur Kunstgegenstände wurden geraubt. Die Herkunft von 1938 geraubten Kraftfahrzeugen kann etwa mit Hilfe der Datenbank zum NS-KFZ-Raub des Technischen Museums Wien nachvollzogen werden. Beschäftigt man sich Provenienzforschung, so lassen sich im Internet viele weitere Quellen ausfindig machen. Margarita Köhl hat sich auf die Suche gemacht.

2. Am ehemaligen Flugfeld Aspern im Nordosten Wiens entsteht gerade eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas. Neben neuen Wohnformen wird auch in Sachen Energieverbrauch und Energieerzeugung einiges ausprobiert. Im Fokus befinden sich ein Gebäude und seine 111 Bewohner. Ausgestattet ist es mit allerhand Zukunftstechnologien: Photovoltaik am Dach, Wärmepumpen sowie thermische und elektrische Speicher im Keller. Mithilfe einer speziellen App können Bewohnerinnen und Bewohner die Haustechnik steuern und ihren Energieverbrauch überblicken. Die anfallenden Daten nutzen auch Forscher. Sie wollen lernen, wie man Gebäude in Zukunft so effizient wie möglich mit Technik ausstatten kann. Anna Masoner hat sich das Projekt angesehen.

3. China baut an einem neuen Superrechner: er soll der erste Rechner der Welt werden, der über eine Trillion Rechnungen pro Sekunde schafft. Und das, obwohl schon jetzt der schnellste Computer in China steht.
Anfang nächsten Jahres soll der Exaflop-Rechner namens "TianHe 3" in Betrieb gehen - "TianHe" bedeutet übrigens Milchstraße. Für China ist der neue Supercomputer auch Teil des technologischen Wettrüstens mit den USA. Über Hintergründe zu TianHe 3 berichtet aus Shanghai Steffen Wurzel.


Moderation und Redaktion: Franz Zeller

Gestaltung: Margarita Köhl · zur Sendereihe

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