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Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

Freitag
21. April 2017
19:05

Magazin
1. Schlaue Salamander - Wirkt sich die Winterruhe auf das Gedächtnis aus?
2. Schnelle Raumschiffe - Mit dem Plasmaofen zum Mars?
3. Radikale Ideen - Was blieb von Jacob Taubes Religionsphilosophie?

1. Wo war noch einmal die gute Futterstelle? Wie finde ich den sicheren Platz wieder? Wenn im Frühling ein Ziesel oder ein Braunbär aus dem Winterschlaf erwacht, wird sich das Tier an manches nicht mehr erinnern können, was es vor dem Winter erlernt hat. Amphibien, etwa Kröten, Frösche oder Salamander, verbringen die Wintermonate hingegen in einer Kältestarre, sie passen ihre Körpertemperatur an die der Umgebung an. Ob und wie sich das auf die Gedächtnisleistung der kaltblütigen Tiere auswirkt, war bislang kaum erforscht. Wiener Forscher haben diese Fragen nun mit Feuersalamandern untersucht.
Gestaltung: Lukas Tremetsberger
Mit: Ludwig Huber, Messerli Institut der Veterinärmedizinischen Universität Wien

2. Wenn es nach Elon Musk geht, dem milliardenschweren Weltraumpionier und SpaceX-Gründer, soll ab dem Jahr 2025 ein erstes bemanntes Raumschiff Richtung Mars abheben. Erik Seedhouse, ehemaliger Astronaut und Weltraumexperte, hat in zahlreichen Fachbüchern das Thema Mars-Mission gründlich aufbereitet und blickt etwas skeptisch in die Zukunft einer greifbaren bemannten Marslandung. In gleich mehreren Publikationen benennt Seedhouse die neuralgischen Punkte einer Marsmission: Ausreichender Schutz vor radioaktiver Strahlung, ein Landesystem mit Überschall-Fallschirmen und ein noch zu entwickelnder Plasma-Antrieb, der die Reise zum Mars auf sechs Wochen reduzieren würde. Mit dem Vasimir-Antrieb, der von der texanischen Firma "Ad Astra" entwickelt wird, soll es in knapp sechs Wochen zum Mars gehen.
Gestaltung: Sven Ahnert
Mit: Erik Seedhouse, Astronaut und Autor, USA

3. Jacob Taubes, ein in Österreich geborener Jude, hat in seinen Arbeiten stets Traditionen der jüdischen und christlichen Theologie und Philosophie verbunden. Und die daraus abgeleiteten Thesen dazu benutzt, seine Zeitgenossen zu kritisieren: die obrigkeitsgläubige Gesellschaft des Nachkriegsdeutschlands. Für Taubes hatte jede Form der revolutionären Politik immer auch einen Moment der messianischen, erlösenden Hoffnung in sich. Mit seiner Haltung und seinen Arbeiten avancierte er zu den intellektuellen Köpfen der antiautoritären Studentenbewegung der späten 1960er-Jahre. 1987 verstarb Jacob Taubes in Berlin. Das Internationale Forschungszentrum Kulturwissenschaften IFK veranstaltete vor kurzem das Symposium "Apokalypse und Politik. Zur Aktualität von Jacob Taubes" anlässlich des 30. Todestages des Religionsphilosophen.
Gestaltung: Nikolaus Halmer
Mit: Martin Treml, Zentrum für Literatur-und Kulturforschung in Berlin


Moderation und Redaktion: Marlene Nowotny

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