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Radiokolleg - Das ABC der Finanzwelt

Donnerstag
20. April 2017
09:30

H wie Hochfrequenzhandel, I wie Inflation und J wie Jojo-Aktie (3).
Gestaltung: Juliane Nagiller, Ina Zwerger

Handelsentscheidungen, die innerhalb von Mikrosekunden aufgrund minimaler Marktveränderungen von Hochleistungsrechnern getroffen werden, wird unter "H" thematisiert. "High-Frequency-Trading" (HFT) oder Hochfrequenzhandel wird ein mit Computern betriebener Handel mit Wertpapieren bezeichnet.

Dabei reagieren Hochleistungsrechner nach vom Menschen programmierten Algorithmen selbstständig innerhalb von Mikrosekunden auf Marktveränderungen, treffen in ebenso kurzer Zeit Handelsentscheidungen, und übermitteln ihre Order an die jeweilige Börse. Die aus dieser Taktik zu erwartenden Gewinne sind im Einzelnen zwar gering, summieren sich aber zu durchaus großen Erträgen und können ebenso massive Auswirkungen auf das Börsengeschäft haben.

Unter "I wie Inflation" wird der Prozess der Geldentwertung durch steigende Preise erläutert. Derzeit ist die Teuerungsrate relativ gering, doch viele Konsumentinnen und Konsumenten haben trotzdem das Gefühl, die Preise steigen. Das liegt an der sogenannten "gefühlten Inflation". Denn als Konsument nimmt man die Preisentwicklung bei jenen Produkten, die man tagtäglich konsumiert, stärker war als bei Produkten, die man selten kauft.

Hinzukommt, dass zur Berechnung der Inflationsrate die Produkte eines repräsentativen Warenkorbs herangezogen werden. Je nach Konsumverhalten kann sich also die subjektive Teuerung von der gemessenen Teuerungsrate unterscheiden. Welche Messprobleme treten bei der Berechnung der Inflationsrate auf? Warum steigen oder sinken Preise? Und wie wird die Inflation auf EU-Ebene berechnet?

"J wie Jojo-Aktie" behandelt ein Phänomen, das manchmal an Finanzmärkten zu beobachten ist. Wenn Aktienkurse abseits vom langfristigen Trend plötzlich nach unten stürzen spricht man vom sogenannten Jojo-Effekt. Benannt ist dieser nach dem Kinderspielzeug, das aus einer Handbewegung heraus nach unten geworfen wird, woraufhin sich der Faden spannt und das Jojo wieder nach oben schnellt.

Kursbewegungen sind von vielen unterschiedlichen Einflussfaktoren abhängig. Das rasche Abstürzen von Aktien ist vor allem bei außergewöhnlichen Ereignissen beobachtbar, bei Umweltkatastrophen, Terroranschlägen oder Verlautbarungen von Notenbankchefs. Eine Ursache für das rasche Absacken des Kurses ist der Herdentrieb. Fällt ein Kurs und beginnen die ersten zu verkaufen, folgt der Rest der Herde nach.

Gestaltung: Juliane Nagiller, Ina Zwerger · zur Sendereihe

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