Jesus und Geldscheine

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Im Fokus - Religion und Ethik

Gott und Mammon

Aktuell im Fokus: Debatte um Leihmutterschaft in Deutschland +++ Thema im Fokus: Gott und Mammon - Wie sich Religionsgemeinschaften finanzieren +++ Serie: Geflügelte Worte - "Echt ein Mazel gehabt"

1. Aktuell im Fokus: Debatte um Leihmutterschaft in Deutschland

In ihrem Koalitionsvertrag hatte die deutsche Ampel-Regierung vereinbart, durch eine Kommission prüfen zu lassen, inwieweit Schwangerschaftsabbrüche auch außerhalb des Strafgesetzbuches geregelt werden könnten und ob es Möglichkeiten zur Legalisierung von Eizellspende und Leihmutterschaft geben könnte. Konkret geht es dabei um eine altruistische - also nicht kommerzielle - Leihmutterschaft. Das Ergebnis der Regierungskommission: Der Gesetzgeber könne Leihmutterschaft in bestimmten Fällen zulassen. Wie das Thema derzeit in Deutschland debattiert wird, darüber berichtet Maresi Engelmayer.


2. Thema im Fokus: Gott und Mammon - Wie sich Religionsgemeinschaften finanzieren

Er war vom NS-Regime als "Todesstoß" für die Kirchen gedacht, hat sich aber als Dauereinrichtung bewährt: Vor 85 Jahren, am 1. Mai 1939, wurde der katholischen, evangelischen und altkatholischen Kirche das Recht eingeräumt, zur Deckung ihres "Sach- und Personalbedürfnisses Kirchenbeiträge zu erheben". Im Gegenzug wurden die Zahlungen aus dem staatlich verwalteten "Religionsfonds" (aus der Zeit von Kaiser Joseph II.) eingestellt.

"Im Fokus - Religion und Ethik" befasst sich aus diesem Anlass mit den Fragen: Woher bekommen Kirchen und Religionsgemeinschaften ihr Geld - und wofür brauchen sie es? Für Christinnen und Christen findet sich schon in der Bibel eine vielzitierte Mahnung: "Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon." Die Grundbedürfnisse der römisch-katholischen Kirche (wie zum Beispiel die Pfarrergehälter) wurden bis 1939 aus dem "Religionsfonds" finanziert. Kaiser Joseph II. hatte ihn mit den Gütern aufgelöster Klöster begründet, die theoretisch Eigentum der Kirche blieben, aber vom Staat verwaltet wurden. Der Ertrag blieb bis zur "Enteignung" durch die Nazis für die Kirche zweckgebunden. Der Kirchenbeitrag ab 1939 konnte aber nur rund zwei Drittel der bisherigen Zahlungen ersetzen. Die Differenz wird mittlerweile vom Staat ausgeglichen - unter dem Titel "NS-Entschädigung". - Gestaltung: Markus Veinfurter


3. Serie: Geflügelte Worte - "Echt ein Mazel gehabt"

Was wäre das Wienerische ohne seine Einsprengsel aus der jiddischen Sprache? Wer Deutsch kann, versteht meistens ganz gut Jiddisch, weiß der österreichische Künstler und Musiker Roman Grinberg. Er wurde auf dem Gebiet der heutigen Republik Moldau geboren, damals noch Teil der Sowjetunion, und seine Muttersprache, also seine Mameloschn, ist Jiddisch. Alexandra Mantler ist mit ihm geflügelten jiddischen Worten auf den Grund gegangen.

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