Leffl

Dine P.

Unterfrauenhaid versus Raiding im Burgenland

Leffl In unserem Dorf Unterfrauenhaid hieß es – “Leffl” hingegen sagten die Raidinger “Leiffüi”, überhaupt hatte sich in Raiding der Tenor “ei” durchgesetzt, die Laute und Silben gingen gern aufs “ei, mei, wei, dei...” hinaus. Wiewohl Raiding weit besser da stand als Unterfrauenhaid - (Liszt/Haus, bei uns ja nur getauft) bedauerten wir sie ob ihrer Ausdrucksweise, wir fanden sie lachhaft - (umgekehrt wohl auch). Meiner Einschätzung nach war der Unterfrauenhaider-Dialekt dem Steirischen ziemlich nahe, hart und derb, zu bemerken war, dass die älteren Leute noch härtere Ausdrucksweisen artikulierten. Mag sein, dass sich das heute alles abgeschliffen und verloren hat.

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Mensch, Tier und Alltag Burgenland 7. April 2021

Wiener Begriffe

Barbara Rett

Teil 2

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Mensch, Tier und Alltag Wien 31. März 2021

Wiener Begriffe

Barbara Rett

Wiener Begriffe, die in den 70er Jahren noch viel häufiger zu hören waren.

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Mensch, Tier und Alltag Wien 31. März 2021

Oststeiermark

Mariel

"Negerl" für neugeborene Schweine (Putsch) Kategorie Mensch: "Handsam" als Bezeichnung für einen umgänglichen Menschen

"Pröbstling" für Erdbeeren, die in Wien Ananas heißen würden "Boascharln" für Fisolen, auf manchen Speisekarten liest man dann "Bohnenschotten" (echt mit Doppel-T!)

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Natur und Landwirtschaft Steiermark 26. März 2021

husig

Jasmin Stieger

fleißig, praktisch

"Husig" - Würd ich mit "fleißig" bzw. "praktisch, super" übersetzen. A husiga Oawata - ein fleißiger Arbeiter "I hå da wos mitgnuma vun Ei'kauf'n."- "Mah, des is husig. Do'ngsche." - "Ich habe dir was mitgenommen vom Einkaufen." - "Ah, das ist super. Dankeschön." 😃

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Mensch, Tier und Alltag Oberösterreich 22. März 2021

Sprache im Piestingtal

Adi Michel

In unserem Tal gab es zwei markante Dialekt: den aus Miesenbach (eng verwandt ist mit dem Puchbergerischen) - und den aus Dreistetten (Dreistetten tendiert eher in die Neue Welt). Beide Mundarten sind am Aussterben...

Sprache im Piestingtal Bis Ende des 20. Jahrhunderts war für die meisten Leute unseres Gebiets Deutsch die erste Fremdsprache, die man erlernte (oder auch nicht). Dementsprechend lustig und stilblütenverseucht klang es, wenn sie diese benutzten. Als ich 1975 als Volksschullehrer in Gutenstein wirkte, erkannte ich Dialektunterschiede zwischen dem Klostertaler und dem Längapiestinger, dem Vorderbrucker und dem Mariahilfberger, und der Markt Gutensteiner sprach anders als der Steinapiestinger. Als ich 1982 zum zweiten Mal dort unterrichtete, waren diese Unterschiede spurlos verschwunden und man redete allerorts dasselbe Mischmasch aus Wienerisch plus ein paar ländlichen Ausdrücken. Nächste Lehrerstation war Pernitz. Miesenbach schien der große Rettungsschimmer zur Erhaltung des bodenständigen Mundart. Ja, aber nur so lange sie eine eigene Schule hatten! Nach und nach verschwand das Miesenbäckerische. Einige wenige Enklaven gibt es noch, der Rest redet Einheitsbrei. Dann kam ...

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Fluchen und Reden Niederösterreich 21. März 2021

Schimpfen im Oberen Piestingtal

Adi Michel

Ich wuchs in den 50er- und 60er-Jahren in Neusiedl bei Pernitz - eben im Piestingtal - auf. Ich bin am Zusammenfassen meiner Kindheitserinnerungen. Ein Kapitel befasst sich mit den Konfrontationen, die wir Kinder seinerzeit untereinander hatten...

Jede Hochkultur wird nach Äonen noch hoch gepriesen. Warum aber wird von den Assyrern, Sumerern, Babyloniern, Ägyptern, Griechen, Chinesen, Azteken und wie sie alle weise waren, nicht überliefert, wie sie sich verhalten haben, wenn sie „ang´fressen“ waren? Schimpfen im Oberen Piestingtal Wir wollen nichts beschönigen. Wir haben genau so arg geschimpft wie alle Generationen vor uns und wohl auch alle nach uns es tun werden. Mobben haben wir noch nicht gekannt, deshalb ist es uns auch nicht aufgefallen, wenn wir mit wem ´mal bös waren. Es sind aber wegen unserer Streitereien auch keine Scharen von weinenden und anklagenden Elternteilen jeden Tag in der Schule gestanden. Einschub: In meinem zweiten Schuljahr als Lehrer war ich in Gutenstein an der Volksschule. Bereits in der zweiten Schulwoche wurde eine Dame der High Society, die sich als Mutter entpuppte, vorstellig, warum ich ihren Sohn in die Ecke gestellt habe. Ich beteuerte, mich gar nicht mehr daran erinnern zu kön...

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Fluchen und Reden Niederösterreich 21. März 2021

Die Donau als Sprachgrenze im Bezirk Krems-Land

Franz Dorn

An der Aussprache von (z.B.) "84" erkennt man die Herkunft einer Person. Rund um Langenlois heißt es "Vieraochzg", südlich der Donau "Vieradochzg", wobei das "d" deutlich zu hören ist.

An der Aussprache von (z.B.) "84" erkennt man die Herkunft einer Person. Rund um Langenlois heißt es "Vieraochzg", südlich der Donau "Vieradochzg", wobei das "d" deutlich zu hören ist.

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Mensch, Tier und Alltag Niederösterreich 19. März 2021

Dialekt aus Pollham, OÖ

Maria Strasser

Wenn sich wer verkutzt (= verschluckt) dann ist ihm was "in d'urecht Schlungatzn kema"

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Fluchen und Reden Oberösterreich 19. März 2021

Nördliches Weinviertel

Irene

z.T. tschechischer Einfluss im Dialekt

Gehst bosgi? – Gehst du blossfüßig? a Tragatsch – eine Scheibtruhe des is a Umurkn – das ist eine Gurke (abfällig über eine Frau) Gumaki – die Gummistiefel des is die puri Wurat – das ist die pure Wahrheit! …

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Mensch, Tier und Alltag Niederösterreich 18. März 2021

ausgefallene Pluralbezeichnung

Ingrid Dammayr

das Tor - die Tore des Dor - de Dera

OHNE verlangt den Akkusativ: Ohne dich ist es sinnlos. (häufig auch in ö 1 falsch verwendet) In der Ugs. häufig mit dem Dativ: Ohne mir geht des net. Im Dialekt durchaus mit dem Genitiv: Ohne meiner geht gar nix.

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Natur und Landwirtschaft Oberösterreich 18. März 2021

Ugåcht'n

Jasmin Stieger

= Gurke

Ein Begriff aus meiner Heimatgemeinde. :D Meines Wissens nach hat die "Ugåcht'n" ihren Ursprung am "Garten hinter dem Haus". Dort gab/gibt es oft auch einen Misthaufen, auf dem Gurken (wie auch Zucchini oder Kürbis) gut gewachsen sind bzw. wachsen.

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Natur und Landwirtschaft Oberösterreich 17. März 2021