Julian Schutting

Julian Schuttings umfassendes Werk umfasst Prosa, Lyrik und sprachphilosophische Abhandlungen, setzt sich aber auch mit Kunst und Musik auseinander. Sich selbst nennt er einen "graden Michl", denn "ich würde keine schiefen Dinge tun", sagt er.

Aufwachen

Julian Schutting wurde am 25. Oktober 1937 als Mädchen (Jutta) in Amstetten geboren und absolvierte zunächst eine fotografische Ausbildung an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien. Nach dem Ablegen der Externistenmatura studierte sie Geschichte und Germanistik an der Universität Wien, promovierte über ein rechtshistorisches Thema und unterrichtete ab 1965 an der Höheren Technischen Lehranstalt in Wien.

Anlässlich seiner 1989 vorgenommenen Geschlechtsumwandlung ließ der Schriftsteller über seinen Verlag erklären, er suche mit diesem Schritt "Übereinstimmung mit meinem lebenslangen Selbstgefühl". Seitdem lebt er unter dem offiziellen Namen Julian Schutting als freier Schriftsteller in Wien.

Sein Werk umfasst Prosa, Lyrik und sprachphilosophische Abhandlungen, setzt sich aber auch mit Kunst und Musik auseinander.

Über seine Lebenseinstellung sagte Schutting einmal in einem ORF-Interview: "Wenn man mit offenen Augen und Ohren durch die allerkleinste Welt geht, sieht man Dinge, die einen überraschen. Man braucht eigentlich nur den Kopf zu heben und sieht einen Mäusebussard oder einen Turmfalken."

Und über sich selbst: "Höflich, glaub ich, bin ich, mit Frauen bin ich charmant, bis manchmal ins Selbstkokette - ein grader Michl, ich würde keine schiefen Dinge tun, aber ich würde nicht unbedingt sofort sagen, wie die Wahrheit ist, wenn ich mir das überlegen möchte. Da bin ich dann eher zurückhaltend."

Eine gemeinsame Aktion von Österreich 1 und Der Standard

Mehr zu Julian Schutting in oe1.ORF.at

Hör-Tipp
Wurfgedichte, Mittwoch, 26. November 2008, 8:15 Uhr, 13:00 Uhr und 19:29 Uhr

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