Wiegenlieder aus nah und fern
Arrorró
Inspiriert durch “Die Reise um die Erde in 80 Tagen" ist das Linzer Ars Electronica Center im Rahmen von "Linz09" zu einer Reise um die Welt aufgebrochen. Next Stop: Buenos Aires, Argentinien - Linz/Österreich. Das Thema heißt: Kulturelle Vielfalt.
8. April 2017, 21:58
Kulturelle Vielfalt wird mit dem Projekt der Künstlerin Gabriela Golder thematisiert. Die Argentinierin sammelt in ihrem Projekt "Arrorró“ Wiegenlieder, weil für sie Wiegenlieder einen Schlüssel zur Lebensgeschichte eines Menschen bieten. "Arrorró“ heißt ein bekanntes Argentinisches Wiegenlied, nach dem dieses Projekt benannt wurde.
Kulturelle Vielfalt Buenos Aires - Linz
Durch den weltweiten Austausch von Wiegenliedern soll kulturelle Vielfalt veranschaulicht werden. Gabriela Golder hat die Menschen dazu eingeladen Wiegenlieder zu singen, die gedrehten Videos werden ins Netz gestellt und so entsteht langsam ein Archiv vielfältiger Wiegenlieder, die weltweit gesungen werden. Auf der Homepage des Projekts arrorrolullabies.com.ar kann man auch selbst persönliche Wiegenlieder hinzufügen.
Im Rahmen des Pflasterspektakels, das von 23. bis 25. Juli 2009 in Linz stattfindet, werden Linz und Buenos Aires via Internet in Echtzeit miteinander verbunden, und auf dem Linzer Hauptplatz werden Wiegenlieder gesungen, die in Argentinien gehört werden können. Und von dort können wiederum Lieder "zurückgesungen“ werden.
Dadurch entsteht eine Gemeinschaft, die sich über gemeinsam gesungene Wiegen- und Schlaflieder verständigt. Über die Lieder, sagt Gabriela Golder, lernt man den Anderen kennen, und dies sei der Schlüssel, den Anderen nicht als Problem zu sehen. Und "Es ist ein Mittel gegen die Angst vor dem Anderen.“
Argentinien - Land der Emigranten und Migranten
Argentinien, das zweitgrößte Land Südamerikas und zweitgrößtes Einwanderungsland der Erde, ist stark geprägt von Immigranten, die sich, aus unterschiedlichen Herkunftsländern kommend, hier niedergelassen haben. So flohen etwa tausende deutsche Juden vor den Nationalsozialisten nach Argentinien. Aber auch Nazis haben sich in Buenos Aires niedergelassen.
Die Beziehungen zwischen den einzelnen unterschiedlichen Migrantengruppen waren nicht immer einfach. Nach Schätzungen stammt ca. 90 Prozent der Bevölkerung von eingewanderten Europäern ab, wobei die Italiener mit 36 Prozent die größte Gruppe darstellen.
Die indigene Bevölkerung stellt eine Minderheit dar, da diese zu einem großen Teil von den spanischen Kolonialherren ausgerottet wurde. Die soziale Situation in Argentinien ist gezeichnet von einem starken Wohlstandsgefälle und von Einwanderung aus den Nachbarländern.
"80+1 - Eine Weltreise" ist ein Projekt für
Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas.
Mit freundlicher Unterstützung der voestalpine AG.
Mehr zu Linz09 in oe1.ORF.at
Hör-Tipps
Digital.Leben, bis 6. September 2009, Montag bis Donnerstag, 16:55 Uhr, "80+1 - Eine Weltreise", Berichte über das Projekt von "Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas". Die einzelnen Beiträge sind auch über den Ö1 Podcast erhältlich.
Mehr dazu unter Ö1 Podcast
Die Sendungsinhalte zum Projekt "80+1" sind auch mobil unter der Festnetznummer 050 304-2009 abrufbar (Gebühren gemäß den Tarifen Ihres Telefonanbieters).
Tipp
Zum Abschluss von 80+1 und dem gleichzeitigen Beginn der ars electronica ist Radio Österreich 1 mit dem "Mobilen Ö1 Atelier" als Kommunikationsplattform auf dem Linzer Hauplatz präsent und widmet sich in Zusammenarbeit mit dem Festival dem Kernthema "Human Nature". Parallel dazu ist das Ö1 Kulturjournal live vor Ort und sendet von 31. August bis 4. September 2009 erstmals aus dem obersten Stock des neuen Ars Electronica Center (AEC).
Im Rahmen des Linzer Pflasterspektakels werden vom 23. bis 25. Juli 2009 am Linzer Hauptplatz live Wiegenlieder von Linz nach Argentinien geschickt.
Links
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80+1 - Arrorró
80 + 1
