Spekulationen über Nahost-Krieg im Sommer

Israel: Großangelegte Zivilschutzübung

In Israel gibt es immer mehr Spekulationen über einen möglichen Nahost-Krieg im Sommer. Der israelische Zivilschutz hat am Sonntag die bisher größte Übung in der Geschichte des Landes begonnen. Es handle sich um eine lang geplante Routineübung, versucht Israels Premier Benjamin Netanjahu zu beruhigen.

Mittagsjournal, 23.05.2010

Besonders groß angelegt

Es gebe keinen Grund, über eine erhöhte Kriegsgefahr zu spekulieren, versichert Netanjahu. Aber die jährliche Zivilschutzübung, die am Sonntag anläuft und fünf Tage dauern wird, ist diesmal besonders groß angelegt und weit verzweigt. Bis Donnerstag sollen landesweit verschiedene Katastrophenszenarien geprobt werden. Darunter sind auch angenommene Angriffe auf den jüdischen Staat mit hunderten von Raketen aus dem Libanon, Syrien und dem Gazastreifen gleichzeitig. Die nationalen Rettungskräfte arbeiten bei dem Notfalltraining mit Sicherheitskräften, Kommunen, Regierungsbüros sowie Schulen und Kindergärten zusammen.

Vizekanzler Pröll dabei

Am Mittwoch sollen gar alle Bürger des Landes beim Ertönen einer Sirene alles stehen und liegen lassen und in den nächsten Schutzraum rennen. Zufällig wird übrigens Vizekanzler Josef Pröll (ÖVP) gerade an diesem Tag zu einem offiziellen Besuch in Israel sein.

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