Schiitische Gläubige im Visier

Über 40 Tote bei Anschlag in Pakistan

In Pakistan hat sich erneut ein Selbstmordanschlag ereignet. In der Stadt Quetta sprengte sich ein Selbstmordattentäter in die Luft. Dabei sind mindestens 43 Menschen ums Leben gekommen, hundert wurden verletzt.

Abendjournal, 03.09.2010

Mitten in Kundgebung

Wieder sind schiitische Pilger das Ziel des Anschlags. Diesmal in der Stadt Quetta in Südwest-Pakistan. Mehrere hundert Gläubige haben sich anlässlich des heutigen sogenannten El Kuds Tages versammelt, um ihre Unterstützung für die Palästinenser zu zeigen und gegen die israelische Besetzung der palästinensischen Gebiete zu protestieren.

Taliban bekennen sich

Der Attentäter sprengt sich mitten in einer Demonstration in die Luft. Nach der Tat fallen Schüsse, Menschen flüchten in Panik, Rauch steigt auf. Es war schon der zweite Anschlag in dieser Woche auf schiitische Pilger, erst am Mittwoch waren in der ostpakistanischen Stadt Lahore 38 Menschen bei einer Bombenserie ums Leben gekommen.

Zu der Tat haben sich dann die sunnitischen radikal-islamischen Taliban bekannt. Immer wieder werden auf die schiitische Minderheit in Pakistan Attentate verübt