Regierung will keine Ausweitung

Fukushima: 20-km-Zone bleibt

Die Radioaktivität rund um die havarierten Atomreaktoren in Japan steigt. Dennoch plant die Regierung in Tokio vorerst keine Ausweitung der Evakuierungszone, wie sie die Internationale Atomenergiebehörde angeraten hatte.

Morgenjournal, 31.03.2011

Evakierungszone bleibt,

Ratschläge nicht befolgt

Um das Atomkraftwerk Fukushima I gilt bislang eine Evakuierungszone von 20 Kilometern. Und so wird es wahrscheinlich auch bleiben, wenn die Regierung in Tokio nicht doch noch zur Einsicht kommt und gutgemeinte Ratschläge nicht mehr in den Wind schlägt. Immerhin haben sich nach Greenpeace und anderen Umweltschutzorganisationen auch die IAEO, die Internationale Atomenergiebehörde und zuletzt auch die nationale Nuklear-Aufsicht für weitere Evakuierungen um das Katastrophen-AKW Fukushima ausgesprochen.

Morgenjournal, 31.03.2011

Balanceakt der Regierung zwischen Krisenmangement und der Vermeidung von Panik. Direkt aus Tokio,

Boden wird besser untersucht

Regierungssprecher Yukio Edano aber erklärt, derzeit gebe es keine Pläne für eine solche Maßnahme. Er verspricht aber, den Boden um das AKW intensiver auf Strahlen untersuchen zu lassen. Schließlich hat die IAEO hat auch noch in einem Dorf 40 Kilometer von Fukushima entfernt hohe Strahlungswerte gemessen und deshalb die Räumung des Ortes empfohlen.

Morgenjournal, 31.03.2011

Der japanische Kaiser Akihito steht den Opfern der verheerenden Katastrophe im Nordosten des Landes mit Gesten der Solidarität bei. Erstmals traf er Überlebende. Zusammen mit seiner Gemahlin Michiko nahm sich der Monarch eine Stunde Zeit, um 290 Flüchtlingen in Tokio Trost zu spenden. Aus Tokio,

Fehler bei Messungen

Der japanische AKW-Betreiber TEPCO verärgert die japanische Bevölkerung mit Pannen und Fehlinformationen - jetzt schon wieder: Bei der Strahlenmessung des Grundwassers in Fukushima sind Fehler unterlaufen, teilt die japanische Atomaufsichtsbehörde mit. Das heißt, die Messwerte seien ursprünglich zu hoch angesetzt worden - aber Entwarnung bringen auch die neuen Daten nicht: Immer wieder werden die Zahlen korrigiert - was bleibt, ist die Angst vor der Strahlengefahr. Die Japaner fühlen sich zunehmend desinformiert.

Mittagsjournal, 01.04.2011

Aus Japan,