Zwei Ausnahmegitarristen beim Jazzfest Wien
Al di Meola und Earl Klugh
Das Jazzfest Wien bringt mit einem Doppelkonzert gleich zwei Ausnahmegitarristen in die Wiener Staatsoper: Al di Meola kommt mit seiner World Sinfonia Band nach Wien, und der ebenfalls aus den USA stammende Earl Klugh spielt ein Solokonzert.
10. Oktober 2017, 18:19
Kultur aktuell, 1.07.2011
Lange Zeit galt er als der schnellste Gitarrist der Welt. Seine Fans nennen ihn "Herr der Finger": Al di Meola wird oft mit Superlativen umschrieben. Seit Mitte der 1970er Jahre gehört Al di Meola zur ersten Riege der Jazz- und Jazzrockgitarristen. Schon mit 19 holte ihn Chick Corea in seine legendäre Fusion Formation "Return to Forever". Eine Band, die Al di Meola nachhaltig prägte.
Eine Band der Riesen
Wenn ein Musiker das Glück habe, in einer Band zu spielen, in der alle anderen bereits giants - also Riesen seien. Sei er gezwungen schneller zu lernen, schneller hineinzuwachsen. Das sei bei ihm damals der Fall gewesen, so di Meola.
Und noch etwas habe er damals gelernt: Egal wie großartig die einzelnen Musiker seien, Technik und Improvisation allein reichen nicht. Was bei Konzerten wirklich die Aufmerksamkeit für die Musik aufrecht halten könne, sei die Komposition.
Neues Album von Al di Meola
Und daran hält sich Al di Meola auch auf seinem neuen Album:"Pursuit Of Radical Rhapsody". Komplexe Kompositionen, in denen di Meola spielfreudig Fusionelemente mit unterschiedlichsten Weltmusikklängen vermischt.
Schon seine Soloalben in den 70er Jahren, wie "Land of the Midnight Sun"oder "Casino" waren geprägt von einer Fusion aus Rock und Jazz, Latin und Weltmusik. Doch anders als damals, setzt di Meola auf seinem neuen Album vorwiegend auf akustische Instrumentalisierung.
Al di Meola und Earl Klugh
Heute Abend, am 1. Juli 2011, wird di Meola begleitet vom Akkordeonisten Fausto Beccalossi, dem Percussionisten Peter Kaszas sowie Peo Alfonsi an der Gitarre. Allesamt Mitglieder seiner "World Sinfonia Band", die der 56 jährige als beste Musikgruppe seiner Karriere bezeichnet.
Ruhiger wird dann der zweite Teil des Konzertabends, wenn der ebenfalls aus den USA stammende Gitarrist Earl Klugh Solo die Wiener Staatsoper bespielt.
Auch Klugh spielte in den 1970er Jahren kurz in Chick Koreas "Return to forever". Doch anders als bei Al di Meola, war für Klugh der Fusionjazz nur kurzer Berührungspunkt. Er selbst sieht seine Musik heute näher beim Pop, denn beim Jazz.
