Lehner, Letitia D. - visuelle Kommunikation

Vom klassischen Tanz wechselte sie zur visuellen Kommunikation: Letitia Dorinda Lehner, Jahrgang 1986, die an der Kunstuniversität Linz studiert. Für die Uni-Image-Broschüre "UNI:VERSE", die sie mit Ö1 Talent Julian Weidenthaler gestaltete, errang sie heuer den 3. Platz beim renommierten "European Design Award".

"Ich hatte im Adalbert Stifter Gymnasium in Linz den Schwerpunkt bildnerische Erziehung. Damals wurde mein Interesse für Kunst geweckt - und wahrscheinlich auch das Fundament für meinen Beruf gelegt.

Mit meiner Ausbildung in Hagenberg habe ich dann mit Media Technology and Design einen Ausflug zur Technik gemacht.

Bei diesem sehr umfassenden Studium werden auch Grundprinzipien visueller Kommunikation vermittelt. Und diese Kombination von Kunst und Technologie hat mich schließlich zur Kunst-Uni Linz geführt", erzählt Letitia Dorinda Lehner, die in Windhoek in Namibia, geboren wurde, Jahrgang 1986, über ihre Anfänge.

Ihr Vater war damals in Namibia tätig und lernte dort seine spätere Frau, eine Südafrikanerin, kennen. Seit ihrem fünften Lebensjahr lebt Lehner in Österreich.

Seit 2009 absolviert sie an der Kunstuniversität Linz das Masterstudium Visuelle Kommunikation und wird voraussichtlich 2012 abschließen.

Davor hatte Lehner die Fachhochschule Hagenberg in Oberösterreich besucht, wo sie 2008 ihren Bachelor machte.

Erasmus-Studium in Istanbul

2010/11 absolvierte Lehner an der Bilgi Universität in Istanbul Visual Communication Design mit den Schwerpunkten Experimentalfotografie und Kurzfilm.

Klassische Tanzausbildung

Ursprünglich hatte Lehner 1991 mit einer Ausbildung für klassisches Ballett nach der Methode der "Royal Academy of Dance" begonnen, die sie 2003 erfolgreich abschloss. Bis 2008 gehörte sie den Linzer "York Dancers" an.

"Im Rahmen der Profi-Ausbildung musste ich mich dann entscheiden. Ich entschied mich gegen den Tanz, weil ich diesen Beruf höchstens 15 Jahre hätte ausüben können", erklärt Lehner.

Ein vielseitiger Bereich

"Es ist eine allumfassende Tätigkeit: man muss Psychologe, Unternehmensanalytiker, Historiker und Künstler sein und Firmenstrategien verstehen. Jeder Auftrag öffnet mir eine Tür in eine neue Welt."

Minimalistisch und zeitlos

"In meinen Arbeiten tendiere ich zu klaren, minimalistischen Formen. Mein Bestreben ist es, Zeitloses zu kreieren. Ich orientiere mich vor allem an der Schweizer Schule und am Bauhaus", charakterisiert Lehner ihren Zugang.

Auszeichnungen für "UNI:VERSE"

Zu einer der wichtigsten Arbeiten Letitia Lehners zählt die Image-Broschüre "UNI:VERSE" für die Kunstuniversität Linz, die zusammen mit Ö1 Talent Julian Weidenthaler entstanden ist, und die sie für 2010/11 und 2011/12 gestaltet hat:

"Sonst hat man es mit nur einem Kunden zu tun, aber hier waren es Studierende, Professoren und Künstler – und jeder hat eine andere Vorstellung, wie die Uni präsentiert werden soll.

Diese Broschüre soll die Uni als Einheit präsentieren, soll aber auch für die Wirtschaft als Kooperationspartner interessant sein. Es war eine schwierige, aber auch sehr spannende Arbeit."

Und für "UNI:VERSE" erhielt Lehner den 3. Platz beim renommierten "European Design Award" sowie den "Golden Pixel Award 2010" in der Kategorie Studentenprojekte.

Vielfältige Praxis

Seit 2006 konnte Lehner vielfältige Erfahrungen sammeln:

Im "Ars Electronica Center" als Info-Trainerin (2006 – 2008), beim Linzer "planetlife.TV" sowie im Studio "Graphical House" in Glasgow in Schottland, wo sie bis 2009 wichtige Berufspraxis erhielt.

Schönes schaffen

Derzeit arbeitet die junge Grafik Designerin an einer Studie für die Linzer Gutenberg-Druckerei sowie an ihrer Masterarbeit zum Thema "Colony Collapse Disorder" über das Bienensterben.

Wie lauten ihre Zukunftswünsche? "Ich möchte, frei nach Saul Bas, Schönes schaffen, unabhängig davon, ob es jemand sieht und schätzt. Und ich würde mir wünschen, künftig in einem Design Studio zu arbeiten, das eine ähnliche Philosophie hat", so Letitia Dorinda Lehner.