Mitfahrbörsen boomen

Mit alternativen Mobilitätsmodellen wie Carsharing versuchen immer mehr Menschen, den hohen Spritpreisen entgegen zu wirken. Und auch Mitfahrbörsen erleben einen Boom. Auf Online-Plattformen und sozialen Netzwerken finden immer mehr Fahrgemeinschaften zusammen.

Mittagsjournal, 28.4.2012

Tanja Geleckyj

Zuspruch vervielfacht

Immer mehr Pendler nutzen Mitfahrbörsen im Internet, bestätigt der Sprecher der Plattform Mitfahrgelegenheit.at. Die Zugriffszahlen hätten sich innerhalb eines Jahres verdreifacht und die eingetragenen Fahrten verdoppelt. Aktuell würden 10.000 Fahrten in ganz Österreich vermittelt. Fahrgemeinschaften finden sich immer öfter auch auf sozialen Netzwerken wie Facebook - die Gruppe "Mitfahrbörse Österreich" hat mittlerweile fast 4.000 Mitglieder. Und auch regionale Börsen für das Waldviertel oder Südtirol freuen sich über wachsenden Zulauf.

Tücken und Chancen

Doch die Kostenteilung hat auch Tücken, warnt der ÖAMTC. Denn erlaubt ist lediglich ein Kilometer-Beitrag von fünf Cent pro Mitfahrer - sonst droht eine Verwaltungsstrafe. Der Verkehrsclub Österreich fordert jedenfalls, Fahrgemeinschaften gezielt zu unterstützen. Derzeit würde in 14 von 15 Autos der Fahrer allein in die Arbeit fahren. Firmeninterne Mitfahrbörsen gibt es bereits in einigen Unternehmen, bestätigt der Verkehrsclub Österreich. Diese würden im letzten halben Jahr auch verstärkt genutzt.

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