Konzerte, Opernproduktionen und Tournee

Pläne des RSO Wien bis 2013

Große Pläne hat das ORF-Radiosymphonieorchester Wien, kurz RSO Wien, für die kommende Saison. Neben zahlreichen Konzerten stehen 2012 bis 2013 vier Opernproduktionen und eine große Tournee durch Deutschland am Programm.

Mittagsjournal, 9:05.2012

Es ist eines der musikalischen Großevents des Jahres, wenn auf dem Wiener Rathausplatz die Festwochen eröffnet werden: In 13 Länder wird das Konzert übertragen, das ORF-Radiosymphonieorchester Wien wird die sieben Finalisten des Wettbewerbs "Eurovision Young Musicians" begleiten.

Auch bei den Wiener Festwochen selbst ist das RSO Wien wieder im Einsatz: Etwa in Verdis Oper "La Traviata" im Theater an der Wien. An diesem Haus wird das RSO auch in der kommenden Saison an Opernproduktionen mitwirken: Bereits im August hat im Theater an der Wien Giachino Rossinis "La donna del lago" Premiere.

Dass auf den Spielplänen des RSO immer öfter auch Namen von Operngrößen wie Rossini, Verdi oder Puccini stehen, sei eine neuere Entwicklung, meint RSO-Wien-Geschäftsführer Christian Scheib.

Spätromantik bis zeitgenössische Musik

Daneben wird das ORF-Radiosymphonieorchester Wien wieder seinem musikalischen Schwerpunkt gerecht, der von der Spätromantik bis zur zeitgenössischen Musik reicht. Zwei Uraufführungen wird das Orchester in der kommenden Saison bestreiten: So wird Ende November das Klavierkonzert des tschechischen Komponisten Miroslav Srnka uraufgeführt; dabei handelt es sich um einen Kompositionsauftrag des ORF.

Auch bei den großen Festivals wird das RSO Wien wieder mitwirken: Bei den Wiener Festwochen ebenso wie bei den Salzburger Festspielen und "Wien Modern".

Im Rahmen dieses Festivals wird das Orchester unter anderem ein selten gespieltes Werk von John Cage zu Gehör bringen: Nämlich die "Quartets I-VIII for 93 players". Es werde eine der ganz großen künstlerischen Herausforderungen der kommenden Saison, meint Chefdirigent Cornelius Meister.

Auch populäre Werke stehen am Programm

Doch auch populärere Werke wird das RSO Wien wieder zum Besten geben: So wird man etwa im Februar den Pianistenstar Lang Lang begrüßen, der George Gershwins "Rhapsody in Blue" zum Besten geben wird.

Was die Zukunft des Orchesters betrifft, zeigt sich ORF-Radiodirektor Karl Amon sehr optimistisch. Das Budget des Radiosymphonieorchesters bleibe auch im Falle einer privaten Unterstützung unangetastet, betont Amon.

Im Rahmen der Pressekonferenz wurde auch ein erster Blick auf ein im November startendes Projekt geworfen: die dann erscheinende CD-Edition "My RSO – Greatest Hits for Contemporary Orchestra" mit 24 CDs als Hörreiseabenteuer - eine Permanent Vacation für Herz, Hirn und Seele, erzählt vom RSO Wien.

Freundschaftsangebot

"Das RSO ist das für mich beste Orchester der Welt", zeigte sich ORF-Radiodirektor Karl Amon angetan vom Klangkörper. Der künstlerische Höhenflug der vergangenen Jahre soll nach aller Voraussicht bald auch mit besserer finanzieller Ausstattung fortgesetzt werden. Es gebe erstmals die Anfrage eines renommierten Großsponsors, dessen etwaige Förderung gänzlich dem RSO Wien zugutekommen könnte, so Amon: "Das ist schon ein Zeichen."

Auch der neugegründete Vereins der Freunde des RSO Wien, der jetzt bereits 800 Mitglieder hat, solle das Seine dazu beitragen. Hier wolle man bald den Vorstand präsentieren und dadurch zusätzliche Interessenten gewinnen. Er gehe von 10.000 fördernden Mitgliedern in den kommenden fünf Jahren aus, so der ORF-Radiochef. Amon prognostiziert dem RSO deshalb "ein langes, segensreiches Leben im Kulturbetrieb dieser Welt".

Textfassung: Joseph Schimmer

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