Patienten: Sicherheit per Smartphone

Patienten sollen über ärztliche Behandlungen besser Bescheid wissen - dieses Ziel verfolgen Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ), die Sozialversicherungträger und die Patientenanwälte. Dabei helfen soll auch das Smartphone: Stöger hat heute eine neue App vorgestellt, die zum Beispiel bei der richtigen Einnahme von Medikamenten unterstützen soll.

Mittagsjournal, 28.11.2012

Vielseitige Hilfe

Die App, ein kleines Programm für Mobiltelefone, erinnert etwa jeweils zur passenden Zeit, welche Medikamente in welcher Dosierung eingenommen werden müssen. Auch Untersuchungstermine kann man damit verwalten und davor Checklisten durchgehen, was alles mitzubringen ist, von der E-Card bis zu diversen Befunden. Auch ein eigenes Krankentagebuch kann man mit dem Handy führen und etwa Beschwerden und Nebenwirkungen verzeichnen und dann dem Arzt zur Verfügung stellen.

Kein ELGA-Ersatz

Brigitte Ettl von der Plattform Patientensicherheit sieht darin eine wertvolle Hilfe für Patienten: Die Checklisten seien einfach zu bedienen, ergäben aber ein großes Plus an Information und persönlichem Wohlbefinden. Die Daten werden vom Patienten selbst eingegeben und verwaltet, nicht vom Arzt. Mit der Elektronischen Gesundheitsakte habe die App nichts zu tun, darauf legt Josef Probst vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger wert. "Das ist kein Ersatz", so Probst, es eigne sich nicht als elektronische Kommunikationsbasis für Gesundheitsdaten.

Kein ELGA-Ersatz

Brigitte Ettl von der Plattform Patientensicherheit sieht darin eine wertvolle Hilfe für Patienten: Die Checklisten seien einfach zu bedienen, ergäben aber ein großes Plus an Information und persönlichem Wohlbefinden. Die Daten werden vom Patienten selbst eingegeben und verwaltet, nicht vom Arzt. Mit der Elektronischen Gesundheitsakte habe die App nichts zu tun, darauf legt Josef Probst vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger wert. "Das ist kein Ersatz", so Probst, es eigne sich nicht als elektronische Kommunikationsbasis für Gesundheitsdaten.

Auch Ärzte haben mitgearbeitet

Mitgearbeitet haben auch die Patientenanwälte, der Gesundheits- und Krankenpflegeverband sowie die Notariatskammer - und auch die Ärztekammer, von der heute aber kein Vertreter bei der Präsentation anwesend war. Das habe nichts mit dem laufenden Streit über die Gesundheitsreform zu tun, wie es hieß, sondern nur terminliche Gründe. Gesundheitsminister Alois Stöger sagte jedenfalls, er wolle sein Statement nicht in diesem Zusammenhang verstanden wissen: Dem Thema Qualität der medizinischen Versorgung werde jetzt eine große Rolle gegeben. Patientensicherheit entstehe, wenn die unterschiedlichen Beteiligten des Gesundheitssystems eine Kultur der Zusammenarbeit entwickeln, so Stöger.

Die App zur Patientensicherheit ist kostenlos, es gibt es sie für die die gängigen Smartphone-Plattformen Android und iPhone.