Abbas Khider im Gespräch

Ein Flüchtling betritt die Ausländerbehörde, um ein letztes Mal seine zuständige Sachbearbeiterin aufzusuchen. Er ist wütend und hat nur einen Wunsch: dass ihm endlich jemand zuhört. Das ist die Ausgangssituation von Abbas Khiders neuem Roman "Ohrfeige". Es ist der vierte Roman des deutsch-irakischen Schriftstellers.

Kulturjournal, 11.2.2016

Wie die drei vorangegangenen Roman - "Der falsche Inder", "Die Orangen des Präsidenten" und "Brief in die Auberginenrepublik", die zwischen 2008 und 2013 im kleinen Hamburger Verlag Edition Nautilus erschienen und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden - prägen auch diesen jetzt im Hanser Verlag herausgekommenen Roman autobiografische Erfahrungen: Abbas Khider, 1973 in Bagdad geboren, war selbst Flüchtling, Asylwerber, Fremder in Deutschland und in der deutschen Sprache. Anders als Jenny Erpenbeck in ihrem Bestseller "Gehen, ging, gegangen", 2015 die die Situation der Asylbewerber aus der Perspektive eines deutschen Professors beleuchtet hat, geht es Abbas Khider in seinem Roman um die Innenperspektive eines jungen Asylsuchenden.

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Abbas Khider, "Ohrfeige", Hanser

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