Schwarz-weiß Bild eines Roboters

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Sind wir Science-Fiction? - Teil 2

Man könnte meinen der britische Autor E.M. Forster umschreibt das Soziale Netzwerk Facebook und dessen nervige Dauerfrage "Was machst du gerade?". Fosters Erzählung "Die Maschine steht still" ist jedoch im Jahr 1909 erschienen. Die beiden Protagonisten sitzen da isoliert vor blassblauen Bildschirmen und sind von "DER MASCHINE" abhängig, über die sie kommunizieren, Informationen empfangen und alles Notwendige bestellen.

1970 ist der britische Schriftsteller gestorben, lange vor Instant Messaging, Videotelefonie und sozialen Netzwerken. Forster hat in seiner dystopischen Erzählung das Internet und heutige technologische Möglichkeiten vorweggenommen, er thematisiert Technikgläubigkeit und man könnte "Die Maschine steht still" auch als frühe Version von George Orwells "1984" lesen. Der US-amerikanische Informatiker Jaron Larnier bezeichnet Forsters Erzählung sogar als früheste und wahrscheinlich auch heute noch treffendste Beschreibung des Internets.

Julia Gindl