Anna Badora

Demner Merlicek Bergmann

Theater.Kunst!

Vorhang auf für das neue Ö1 Club-Abonnement "Theater.Kunst!" In seiner Premiere präsentiert das Wahlabonnement fünf Klassiker der Theatergeschichte, aus denen Sie drei auswählen und im Volkstheater genießen können.

Der diesjährige Spielplan des zweitgrößten Sprechtheaters in Wien lädt dazu ein, Klassiker wie "Der Kaufmann von Venedig", "Don Karlos", "König Ottokars Glück und Ende", "Biedermann und die Brandstifter", sowie "Endstation Sehnsucht" von einer neuen Seite zu betrachten und den gängigen Lesarten auf den Zahn zu fühlen. Als Ö1 Club-Mitglied erhalten Sie 20% Ermäßigung im Vergleich zum Einzelkartenkauf. Als Zugabe erhalten Sie pro gebuchtem Abonnement eine Freikarte für das Theatermuseum im Palais Lobkowitz.

Wählen Sie drei aus fünf Produktionen

Zu jedem bestellten Abonnement erhalten Sie eine kostenlose Eintrittskarte für das Theatermuseum. Sie erhalten für die gewählte Kategorie drei Wahlabo-Schecks, die an allen Terminen (ausgenommen Premieren sowie Sondervorstellungen) der gewählten Vorstellung einlösbar sind. Die Schecks können an der Tageskassa (am Vorstellungstag auch an der Abendkassa) je nach Verfügbarkeit in der gewählten Preiskategorie gegen Karten eingetauscht werden.

Der Kaufmann von Venedig

von William Shakespeare
Regie: Anna Badora
Premiere am 8. September 2018

Anna Badora inszeniert Shakespeares dunkelste Kömodie zum Auftakt der Spielzeit als Glücksspiel mit hohen Einsätzen: Geld, Liebe, Rache, Recht - und das nackte Leben. "Das Besondere an diesem "Kaufmann" ist, dass das Publikum aus drei unterschiedlichen Charakteren wählt und damit bestimmt, wer der Jude Shylock ist: Die Lautstärke des Applauses bestimmt, ob der Gegenspieler des titelgebenden Kaufmanns ein seriöser Kapitalist, ein traditioneller Jude aus dem 2. Bezirk oder eine jüdische Geschäftsfrau mit Migrationshintergrund sein soll - dies ist eine Einladung an das Publikum, den Abend mitzugestalten. Das Schicksal des Juden erweist sich immer als das Gleiche, aber wie er sich dem Schicksal fügt, wird je nach Wahl völlig unterschiedlich gespielt." (Anna Badora)

Don Karlos

von Friedrich Schiller
Regie Barbara Wysocka
Premiere am 16. November 2018

Nicht nur am spanischen Hof, sondern im ganzen Land herrscht Stillstand. König Philipp II. behauptet sich mit absoluter Gewalt an der Spitze des Imperiums der Christenheit. Jede oppositionelle Regung wird im Keim erstickt. Bis der Freigeist Marquis Posa auf den Plan tritt. Regie führt die polnische Regisseurin Barbara Wysocka, die in Warschau, Krakau und München für ihre Schauspiel- und Operninszenierungen gefeiert wird.

Brathuhn

Demner Merlicek Bergmann

GRILLparzers Klassiker

König Ottokars Glück und Ende

von Franz Grillparzer
Regie Dusan David Parizek
Premiere am 12. Dezember 2018

Aus keinem anderen Theaterstück ist mehr über das Selbstverständnis Österreichs als begnadete Weltmacht zu erfahren als aus dem Trauerspiel "König Ottokars Glück und Ende", das 1825 uraufgeführt wurde. Zwar machte sich der Autor Grillparzer Selbstvorwürfe, sich den "patriotischen Schweinen" zum Fraß vorgeworfen zu haben; der nationale Siegeszug des Stücks aber war nicht zu stoppen.

Legendär sind die Beifallsbekundungen, die es im "Dritten Reich" für das Loblied auf Österreich ("Es ist ein gutes Land") im Deutschen Volkstheater Wien gegeben haben soll. Mit Dusan David Parizek inszeniert erstmals ein tschechischer Staatsbürger in Österreich jenes Stück, das Metternichs Zensurbehörde wegen "Böhmenfeindlichkeit" anfangs zurückgehalten hatte.

Biedermann und die Brandstifter

Regie Victor Bodo. Premiere am 1. Februar 2019

Der ungarische Regisseur Victor Bodo, bekannt für seine fantastisch-absurden Projekte, inszeniert Frischs pyromanische Parabel auf unsere Ängste, derer wir nicht Herr werden. Max Frisch sagte 20 Jahre nach der Uraufführung des Stücks, die 1958 stattfand: "Gottlieb Biedermann ist ein Bourgeois, das ist offenbar. Aber zu welcher Partei gehören die beiden Brandstifter? Kein Satz, den sie sagen, weist darauf hin, dass sie die Gesellschaft verändern wollen. Keine Revolution also, keine Weltverbesserer. Wenn sie Brand stiften, so aus purer Lust. Ihre Tätigkeit ist apolitisch. Ich meine, die beiden gehören in die Familie der Dämonen. Sie sind geboren aus Gottlieb Biedermann selbst: aus seiner Angst."

Endstation Sehnsucht

von Tennessee Williams
Regie Pınar Karabulut
Premiere am 29. Marz 2019

"Endstation Sehnsucht" zeigt den Kampf zwischen zwei Welten, zwischen unterschiedlichen Vorstellungen von Moral und gesellschaftlichen Rollen. In Osterreich galt das Stuck - schließlich war es ja ein amerikanischer Import - als moralisch bedenklich. So titelte die Österreichische Zeitung anlässlich der Erstaufführung in Wien "Endstation Wahnsinn". Die junge Regisseurin Pınar Karabulut inszeniert im Volkstheater einen der großen Klassiker der amerikanischen Literatur, für den Tennessee Williams 1948 den Pulitzerpreis erhielt.

Service

  • Volkstheater, Arthur-Schnitzler-Platz 1, 1070 Wien
  • Bestellungen sind außerdem per Mail an kartenservice@volkstheater.at oder telefonisch unter (01) 521 11-400 (Mo–Sa, außer feiertags, 10–19.30 Uhr) möglich.