Emojis auf Handydisplays

AFP/MIGUEL MEDINA

Emojis

Am Anfang war ein hin gekritzeltes Bild. Später sollte aus den ersten Entwürfen des japanischen Designers Shigetaka Kurita, der Ende der 1990er Jahre für den Telekomanbieter NTT DoCoMo an digitalen Piktogrammen arbeitete, eine neue Familie der Schriftzeichen entstehen, die Emojis.

Doppelpunkt Bindestrich und geschlossene Klammer, also ein Seitwärts-Smiley, tippte bereits 1982 der Informatiker Scott Fahlman an der Carnegie Mellon Universität ein, um einen Witz im Uni-Netzwerk als solchen erkennbar zu machen. Die Wurzeln reichen ins 19. Jahrhundert zurück. Setzer-Scherze, bei denen freundliche oder traurige Gesichter Texte und Schriften ergänzten, könnte man als Ur-Emoticons bezeichnen. Jene lachenden, weinenden und küssenden Emojis, die heute unsere digitalen Textnachrichten ergänzen, organisiert seit 2010 das Unicode-Konsortium im Silicon Valley. Die kleinen Bilder polarisieren. Für die einen sind sie der Ausdruck eines kulturellen Niedergangs, für die anderen die am schnellsten wachsende gemeinsame Sprache der Welt.

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