Eisenkraut

ORF/URSULA HUMMEL-BERGER

Ich selbst, von außen betrachtet

Geschichten vom Weggehen und Ankommen. Eine "Tonspuren"-Sommerserie.

Einen Sommer lang präsentiert das Literaturfeature von Ö1 Schriftsteller und Schriftstellerinnen mit Migrationshintergrund. Sie sind in in Brazzaville, Manbidsch, Kosti, Damaskus, Plovdiv, Timisoara, Leningrad und Tokyo geboren; manche sind als klassische Flüchtlinge gekommen, andere sind noch als Kind mit ihren Eltern emigriert.

Sie haben die Sprache gewechselt, schreiben in der Sprache ihrer neuen Heimat - und integrieren in ihrer Literatur auf faszinierende Weise ihre mitgebrachten Traditionen mit dem, was sie vor Ort
vorfinden.

Vom Kongo nach Frankreich

Ein Porträt des aus dem Kongo stammenden Wilfried N‘ Sonde steht am Beginn der achtteiligen "Tonspuren"-Sommerserie. In seinem preisgekrönten Roman "Herz der Leopardenkinder" erzählt der Autor und Chansonnier von den verzweifelten Versuchen junger Einwanderer, in der französischen Gesellschaft anzukommen.

Aus Syrien und dem Sudan nach Wien

Es folgt ein Autor, der vor dem Assad-Regime nach Österreich flüchtete und sich hier so freundlich aufgenommen fühlte, dass er sein erstes Buch "Danke" nannte. Omar Khir Alanam. Danach das Porträt einer Schriftstellerin, die vor einem Vierteljahrhundert aus dem Sudan nach Wien kam, Ishraga Mustafa Hamid und ein Besuch bei Aboud Saeed, der als der "arabische Bukowski" gilt.

Bulgarien, Rumänien, Russland, Japan

Im August stehen ein Porträt des aus Bulgarien stammenden Autors Dimitré Dinev auf dem Programm, der sich anfangs mit Gelegenheitsjobs über Wasser hielt, ehe er 2003 mit "Engelszungen" den literarischen Durchbruch schaffte. Es folgen das ironische Pandämonium des Catalin Dorian Florescu und ein Porträt von Julya Rabinowich, die längst als Bestsellerautorin erfolgreich ist. Und zum Abschluss Yoko Tawada, eine "transkontinentale Schriftstellerin", die in ihren Texten Asien und Europa auf oft surreale Weise vereinigt.

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