Peter Kaizar

ORF/JOSEPH SCHIMMER

Ö1 Hörspiel-Magazin

Peter Kaizar zum 70. Geburtstag

Angenommen, Wolfgang Amadeus Mozart lebte in unsren Tagen: Hätte er uns jahrelang mit Ö1 Signations vom Feinsten versorgt?

Hätte er sich mit Tonmeistern, Regisseurinnen, Schauspielerinnen jeden Geschlechts und stimmlichen Hubraums an stets und schier exquisit Geschriebenem wirklich verlustiert und sich gleichwohl mit den Anwesenden darob ausführlich gebalgt?

Hätte er sein - nennen wir's: zentnerschweres - Musikaufzeichnungsgerät mit edler und kapriziöser Schnittstellenausstattung zur feierlichen Einspeisung mitgebracht, dass bis zur Mittagspause alle Mann und Frau ihre Tatzen in den gordischen Knoten flöchten, sacht und beständig die altbekannten Flüche kauend? Hätte Amadé den Schneid und die Klarheit, den Witz Monsieur Kaizars gehabt, sich im Bereich Hörspiel nicht zuletzt als Regisseur einen Namen zu machen und als Komponist, ebendort und auch in eigenen Diensten, zum genre- und kontinenteübertappenden Eklektiker zu destillieren? Bis zum 70er und - beim Hörspiel! - darüber hinaus?!

Herr Kaizar, von dem - trara! - die Rede ist, heißt bekanntlich Peter. Er kam anno 1952 zur Welt, auf den Jännertag genau 196 Jahre n. M. Da also nicht Mozart einen Runden feiert, sondern der Musiker und Hörspielmensch Peter Kaizar, verlustieren wir uns im "Ö1 Hörspiel-Magazin" mit ihm an ein paar ausgewählten seiner Arbeiten, sprechen über die (individuellen) Naturgesetze im Hörspiel, über Freud’ und über Leid im Rundfunkstudio sowie über Kniffe und Überlegungen, zum Beispiel, in der Sprachregie.

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