Parka B. Sabeth

Ali Yaghoubi

Ö1 Talent im Porträt

Parka B. Sabeth

Junge Künstlerinnen und Künstler im Porträt

Geboren im Jahr: 2003
In: Teheran.

Zur Musik gekommen bin ich: durch das Klavierspielen. Mit sieben Jahren habe ich angefangen, obwohl mein Vater eigentlich wollte, dass ich Geige spiele. Aber ich habe mich sofort in die Stimme des Klaviers verliebt und für mich war es wie eine kleine Spieluhr. Ein sicherer Ort, an dem ich mit meinen Ideen und Klängen spielen konnte. Und genau später hat mich dies zur Komposition und Musikproduktion geführt.

Meine Universität: MUK

Musikstudium bei: Prof. Samuel Pentaban

Künstlerische Inspirationen bekomme ich: aus ganz unterschiedlichen Quellen, ehrlich gesagt. In letzter Zeit aber entsteht sie vor allem aus den gesellschaftlichen Krisen unserer Zeit - aus Kriegen, Unsicherheit und den Spannungen, die wir täglich erleben. Aber außerdem faszinieren mich Zahlen und die Bedeutungen, die Menschen mit ihnen verbinden. Eine einzige Zahl kann völlig unterschiedliche Erinnerungen oder Gefühle auslösen! Nehmen wir die Zahl 30. Die kann zum Beispiel an einen glücklichen 30. Geburtstag erinnern oder an die 30 Minuten Zeit zwischen Arbeitsplatz und Zuhause oder sogar an ein Datum. Und obwohl es immer dieselbe Zahl ist, trägt sie jedes Mal eine andere emotionale Bedeutung in sich. Und genau diese verborgenen Ebenen und persönlichen „Associations“, sozusagen, interessieren mich künstlerisch besonders.

Bevorzugte Besetzung: Hm. Auf jeden Fall eine Besetzung mit Electronics. Aber für Kammerensemble komponiere ich auch ganz gerne.

Ein musikalischer Gänsehautmoment: vielleicht ist der dritte Satz von Sheherazade von Korsakow. Dort erscheint eine Melodie, die im gesamten Werk nur ein einziges Mal erklingt. Und gerade diese Einmaligkeit macht den Moment für mich so besonders und intensiv. Und jedes Mal, wenn ich nochmal und nochmal höre, warte ich bis zu dem Moment. Und ich bekomme immer noch „goosebumps“.

Ich höre beim Spazieren: klassische Musik
Zum Einschlafen: nostalgische Musikstücke, die oft in meiner Familie gespielt wurden.
Zum Aufwachen: am liebsten eigentlich gar nichts. Aber wenn schon, dann Rockmusik.
Ich höre nie: meditative Musik. Also diese Ambient-atmosphärische, lange, lange Musik, die für Meditation oder so gebraucht wird.

Ich wünsche mir: dass ich in 50 Jahren, falls ich dann noch lebe, auf alle diese Reisen zurückblicke und sagen kann: „Es hat sich gelohnt.“

Ich empfehle mein Werk: 9 für Paetzold-Flöte und Electronics; 5 für Klavier und Electronics; 262 für Kammerorchester und S für Nonett.

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