Dimensionen - Die Welt der Wissenschaft
Projekt: Biodiversität. City Slickers, die Großstadtbewohner. Artenreichtum in der Stadt. Gestaltung: Ulrike Schmitzer
14. Juni 2010, 19:06
Städte sind wichtiger Lebensraum für viele Arten. Der Artenreichtum nimmt mit der Größe der Stadt nicht ab, sondern zu. Mancher Stadtwald ist biologisch vielfältiger als ein Forst auf dem Land, denn der Stadtwald muss keinen Ertrag liefern. Die extreme Wärme, wenig natürliche Feinde und ein großes Nahrungsangebot macht die Stadt für viele Tiere attraktiv. Turmfalke, Dohle oder Mauersegler erreichen in der Stadt sogar deutlich höhere Siedlungsdichten als in ihrem angestammten Lebensraum, heißt es bei der Wiener Umweltanwaltschaft. So fehlt die Türkentaube in keinem Wiener Bezirk.
In Berlin kommen zwei Ratten auf einen Einwohner. Die gute Nachricht ist, dass in Berlin die meisten Nachtigallen von ganz Deutschland brüten. In Zürich wachsen doppelt so viele Pflanzenarten wie im Umland. Und in London leben mehr als 10.000 Rotfüchse. Dass die Liebe zur Natur auch in einer Weltmetropole geboren werden kann, hat der Schriftsteller Jonathan Franzen beschrieben: er wurde im Central Park in New York zum begeisterten "birdwatcher". Eine Sendung von Ulrike Schmitzer
