Betrifft: Geschichte

Ein anderes weibliches Selbstverständnis. Frauen in den alten Hochkulturen Ägyptens und Mesopotamiens. Mit Gebhard Selz, Institut für Orientalistik, Universität Wien, und Helmut Satzinger, Ägyptologe. Gestaltung: Thomas Schaller

"In Ägypten gehen die Frauen auf den Markt und treiben Handel, und die Männer sitzen zu Hause und weben", so beschrieb es der darüber höchst erstaunte Herodot. Für ihn, den griechischen Historiker, war eine solche Arbeitsteilung undenkbar: Frauen in Griechenland konnten keinen Handel treiben, sie galten als nicht geschäftsfähig.

Unser Bild vom Status der Frauen in der Antike ist stark von deren Entrechtung unter griechisch-römischen Verhältnissen geprägt. Dies galt indes nicht für die alten Kulturen Ägyptens und Mesopotamiens: Speziell im Land am Nil waren Frauen weitgehend gleichberechtigt. In Akkad und Babylon verfügten sie immerhin über ihren Besitz und konnten vor Gericht darüber streiten, wie keilschriftlich festgehaltene Prozessurteile auf Tontafeln belegen.

Service

Wenn Sie diese Sendereihe kostenfrei als Podcast abonnieren möchten, kopieren Sie diesen Link (XML) in Ihren Podcatcher. Für iTunes verwenden Sie bitte diesen Link (iTunes).

Sendereihe