Zeit-Ton
Zeit-Ton Porträt. Dan Deacon. Dichte für den Dancefloor, Komplexität für den Kopf. Gestaltung: Rainer Elstner
20. August 2010, 23:03
Die Musik von Dan Deacon macht einfach Spaß: Sie sprüht vor Ideen und ist genauso hör- wie tanzbar. Der Amerikaner, der elektroakustische und elektronische Musik an der State University of New York at Purchase studiert hat, kreiert experimentellen Pop mit Aspekten von Noise. Artefakte amerikanischer Trivialkultur treffen auf herbe Dissonanzen und ins Mickey-Mouse-hafte hochgeschraubte Gesangsstimmen, rhythmische Komplexität verleiht seinen Tracks enorme klangliche Dichte.
Sein vorletztes Album "Spiderman of the Rings" wurde vom einflussreichen Online-Magazin Pitchforkmedia.com unter die Top-25-Alben des Jahres 2007 gewählt. Mit "Bromst", seinem jüngsten Album, geht er neue Wege: Der Sound ist weniger roh, die Klangfarben werden auch von akustischen Instrumenten dominiert. Tagelang tüftelte Deacon in einem Studio in den Wäldern von Whitefish, Montana (USA), an der Produktion der Stücke und an der Selbstspielapparatur eines Pianolas.
Bei Liveauftritten ist ihm die Interaktion mit dem Publikum, dem er auf Augenhöhe begegnet, besonders wichtig. Deshalb postiert er sich und sein Equipment immer in der Mitte der Zuhörer - in Österreich zu erleben beim letzten Donaufestival in Krems. Dort hat "Zeit-Ton" mit Deacon über die Arbeit an "Bromst", sein Vorbild Conlon Nancarrow und sein Leben in der Künstlergemeinschaft Wham City - der er vor kurzem den Rücken gekehrt hat - gesprochen.
Service
Hompage Dan Deacon auf Myspace
Sendereihe
Gestaltung
- Rainer Elstner
Playlist
Titel: ZTT 100820 Zeit-Ton Portait: Dan Deacon / Elstner
Länge: 55:52 min
