Leporello

Menschen - Moden - Lebenskunst.
Kapital in Kinderhand * Die Botschaft der Bohne

Kapital in Kinderhand
Die Nationalbank hat im ZOOM Kindermuseum eine neue Außenstelle eröffnet. Dort wird fleißig Geld gedruckt und in sicheren Geldtransportern zu den Bankfilialen gebracht. "Moneten, Kies und Kröten" heißt die neue Ausstellung. Fast täglich berichten die Medien von Wirtschaftskrisen, Aktienpleiten und Privatkonkursen. Da sei es umso wichtiger, dass Kinder schon früh den Umgang mit Geld lernen, meint Direktorin Elisabeth Menasse-Wiesbauer. Die Ausstellung funktioniert als großes Spiel. Zu Beginn werden die Kinder mit einem Grundkapital ausgestattet. Anhand verschiedener Stationen können sie dann den Geldkreislauf nachvollziehen. Auch die Geschichte kommt nicht zu kurz: Die Kinder erfahren, wie sich Geld in früheren Jahrtausenden aus dem Tausch entwickelt hat und können Originale aus der Sammlung des Geldmuseums der Österreichischen Nationalbank sehen: Salzbarren, Felle und andere Formen von Naturalgeld, ebenso wie historische Münzen und Banknoten. In der Zoom-Bank arbeiten die Kinder hinter dem Schalter. Eine echte Million, nämlich eine Million Ein-Cent-Münzen können die Kinder durch die Gucklöcher in einem Riesengeldsack bestaunen. Gestaltung: Claudia Gschweitl

Die Botschaft der Bohne
Kleinröster sind der neue Trend. In Deutschland erlebt diese handwerkliche Tradition bereits eine Renaissance. Und auch in Österreich siedeln sich immer mehr Röster an. Ausgebildet wurden viele davon vom Kaffeeexperten Prof. Leopold Edelbauer. Am Wochenende veranstaltete er in Wien bereits zum zweiten Mal die österreichischen Kaffeemeisterschaften. Mit der Veranstaltung will er vor allem die Konsumenten aufklären. 90 Prozent der Menschen hätten überhaupt noch nie einen wirklich guten Kaffee getrunken, ist Edelbauer überzeugt. Von Kaffeepads, Espresso-Kapseln und Billig-Bohnen seien die Geschmacksnerven der Konsumenten komplett betäubt. Guter Kaffee braucht eine Weile, meint Edelbauer. In Äthiopien, dem Heimatland des Kaffees, nimmt man sich auch für die Zubereitung reichlich Zeit, erzählt Hailu Yazachew. Zuerst werden die rohen Bohnen gewaschen, dann am Herd geröstet und schließlich in einer Kanne aus Ton gekocht. Die Zeremonie kann mehrere Stunden dauern, der Kaffee wird dabei dreimal aufgegossen. Am Land wird der Kaffee auch mit Salz anstatt Zucker getrunken, dazu wird Popcorn gereicht. Kräftig duftender Weihrauch regt die Geschmacksknospen zusätzlich an. Gestaltung: Claudia Gschweitl

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