Ö1 Klassik-Treffpunkt
Live aus dem ORF KulturCafe. Gast: Cornelius Meister. Präsentation: Renate Burtscher
16. Oktober 2010, 10:05
Im Septemper trat er sein Amt als Chefdirigent des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien an, heute stellt sich Cornelius Meister dem Publikum des Ö1-Klassik-Treffpunkts vor.
Meister entstammt einer Musikerfamilie, sein Vater war Pianist und Klavierprofessor an der Musikhochschule Hannover, sein Halbbruder ist Pianist und Rektor der Musikhochschule Mannheim. Cornelius Meister, 1980 in Hannover geboren, studierte Klavier und Dirigieren an der Hochschule für Musik und Theater Hannover bei seinem Vater, bei Martin Brauß und Eiji Oue sowie am Mozarteum in Salzburg bei Dennis Russell Davies und Karl Kamper.
1996 gewann Meister den 1. Preis beim Südwestdeutschen Kammermusikwettbewerb, 1998 den Radeberger Förderpreis sowie den Publikumspreis des Schleswig-Holstein Musik Festivals, 2000 den Preis der Deutschen Stiftung Musikleben des Deutschen Musikwettbewerbs. 2003 wurde er vom Deutschen Musikrat in die Bundesauswahl Dirigentenforum aufgenommen. 2001 und 2002 war er Assistent des GMD am Theater Erfurt, bis 2005 war er Kapellmeister an der Staatsoper Hannover. Er gastierte als Dirigent unter anderem an der Hamburgischen Staatsoper, der Oper Leipzig, der Bayerischen Staatsoper, beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Sinfonieorchester des Saarländischen Rundfunks, dem Philharmonischen Orchester Erfurt, dem Grazer Philharmonischen Orchester, den Lübecker Philharmonikern und dem Philharmonischen Orchester Nürnberg sowie im Wiener Musikverein. Im Mai 2007 debütierte er an der Basler Oper mit Honeggers "Jeanne d'Arc au Bûcher". Im November 2008 gab Cornelius Meister bei der Dresdner Philharmonie sein Debüt als Dirigent.
Seit September 2005 ist er als Generalmusikdirektor der Stadt Heidelberg der jüngste Generalmusikdirektor Deutschlands. Am Theater der Stadt Heidelberg arbeitet er mit dem Intendanten Peter Spuhler zusammen. Als Pianist geht er einer regen Konzerttätigkeit unter anderem mit seinem Duopartner, dem Klarinettisten Clemens Trautmann, nach.
