Leporello
Menschen - Moden - Lebenskunst.
12. November 2010, 07:52
"Es war eine sehr wichtige, sehr frühe Begegnung mit einem Objekt, an einem ganz bestimmten Ort, der für mich Bedeutung hat, und zwar bin ich in meiner Jugend immer Bergsteigen gegangen, und am Übergang der Baumregion zur reinen Felsregion gibt es Geröllhalden, dort befanden sich steinähnliche Objekte, die aber nicht aus Stein, sondern aus Holz waren."
Das Wesen der Dinge erschließt sich nicht immer auf den ersten Blick, oft enthüllt erst die nähere Hinwendung wahre Schätze des Innenlebens. Diese Erkenntnis war für Johann Feilacher, den Psychiater, Bildhauer und Leiter des Gugginger Hauses der Künstler richtungsweisend für seine Laufbahn. In früher Jugend war Feilacher Extrembergsteiger, jede freie Minute verbrachte der gebürtige Villacher in den Dolomiten und Julischen Alpen. Doch mehr noch als die Abenteuer in den steilen Gebirgswänden faszinierten ihn die steinähnlichen Holzstücke, auf die er in besagter Grenzregion stieß. Der Anblick der archaisch anmutenden Gebilde war für Johann Feilacher eine entscheidende Begegnung, die ihn zur Kunst führte. Gestaltung:Christa Eder
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