Dimensionen - Die Welt der Wissenschaft

Kriminalfälle der Wissenschaft (5). "Nyirmachabellis letzte Nacht" - Der Fall Fossey. Gestaltung: Armin Stadler

Vor 25 Jahren wird Dian Fossey tot in ihrer Hütte am Südhang der ruandischen Virunga-Vulkankette aufgefunden. Zuvor hat die amerikanische Primatenforscherin 18 Jahre lang in dem von ihr gegründeten Karisoke-Research-Centre das Leben der Berggorillas erforscht und geteilt. Dabei ist Fossey diesen Tieren so nahe gekommen wie kein Mensch zuvor. Die heutigen Erkenntnisse über das Sozialverhalten der Berggorillas, ihre Familienstruktur, ihre Kommunikationsweise oder ihre Nahrung sind zu einem Großteil das Verdienst der eigenwilligen Primatenforscherin.

Mit Vehemenz und gelegentlich fragwürdigen Methoden setzte sich Fossey für den Schutz ihrer Berggorillas ein. Immer wieder kämpfte sie gegen Wilderer und legte sich mit Vertretern der ruandischen Tourismusbehörde an. Am Ende ist die Zahl ihrer Feinde groß. Von einem wird Dian Fossey am 26. Dezember 1985 mit einer Machete erschlagen. Der Mord ist bis heute nicht aufgeklärt worden. Ihre letzte Ruhestätte findet "Nyirmachabelli" (die Frau, die einsam im Wald lebt) auf dem Friedhof der Berggorillas, in der Nähe ihres ebenfalls massakrierten Lieblingstieres "Digit".

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