Europa-Journal

Europa: Sicherheitspolitik unter Druck. Gestaltung: Cornelia Krebs
Europa: Die Jagd nach Rohstoffen. Gestaltung: Ulla Ebner
Italien: Katerstimmung bei FIAT. Gestaltung: Mathilde Schwabeneder
Spanien: Das Dorf mit "strahlender" Zukunft. Gestaltung: Reinhard Spiegelhauer. Moderation: Brigitte Fuchs

Europa: Sicherheitspolitik unter Druck
Angesichts von Terrorangriffen und diversen Konflikten an Europas Außengrenzen stellt man sich nicht nur in Brüssel die Frage nach einer effizienten, gemeinsamen Sicherheitspolitik. Doch sind militärische Antworten die einzig Richtigen? Oder geht es nicht vor allem um Prävention und Friedenssicherung? Welche Herausforderungen stellen sich auf europäischer Ebene? Unter dem Motto "Altes Europa - Neue Antworten?" diskutierte diese Woche eine Expertenrunde in Wien (Cornelia Krebs)

Europa: Die Jagd nach Rohstoffen
"Handel, Wachstum und Weltgeschehen", so nennt sich die neue Handelsstrategie der Europäischen Union, die Handelskommissar Karel de Gucht im November vorgestellt hat. Darin legt die EU fest, wie sie europäischen Unternehmen freien Zugang zu ausländischen Märkten verschaffen möchte, aber auch, wie die Rohstoffversorgung für die europäische Industrie sichergestellt werden soll. Doch die Entwicklungsländer freuen sich gar nicht über die europäische Handelsstrategie. Sie sagen, der Freihandel, den ihnen die EU aufzwingen möchte, behindere sie in ihrer eigenen wirtschaftlichen Entwicklung. Ulla Ebner hat mit NGO-Vertretern aus Brüssel und Deutschland gesprochen.

Italien: Katerstimmung bei Fiat
Die Aussagen von Fiat-Geschäftsführer Sergio Marchionne ließen keinen Raum für Zwischentöne. Entweder seine Vorschläge würden von den Arbeitnehmern akzeptiert oder das traditionelle Werk Mirafiori werde der Vergangenheit angehören. 54 Prozent stimmten angesichts der Drohung letztlich für den neuen - deutlich schlechteren - Arbeitsvertrag und flexiblere Produktionsbedingungen. Jetzt, nach erfolgter Entscheidung, herrscht in Turin Katerstimmung. Denn die großen - nun zugesagten - Investitionen werden nicht vor 2012 erfolgen. Und bis dahin heißt es in jedem Fall: Kurzarbeit. (Mathilde Schwabeneder)

Spanien: Das Dorf mit "strahlender" Zukunft
Vor 45 Jahren, im Jänner 1966, stürzte in Südspanien ein amerikanischer B-52 Bomber samt vier Wasserstoffbomben ab. Obwohl diese nicht explodierten, wurde Plutonium frei. Die US-Streitkräfte transportierten zwar einen Teil des verseuchten Erdreichs in die USA ab - aber auf einigen Flächen in und um das ehemalige Fischerdorf Palomares strahlt auch heute noch Plutonium. Die Menschen sind verunsichert bis resigniert - denn es sieht nicht so aus, als ob das Problem bald beseitigt würde. (Reinhardt Spiegelhauer)

Sendereihe