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Von den Bergen kann ich nicht herunterbeißen. Zwangsarbeit in Salzburg während des 2. Weltkriegs. Gestaltung: Ulrike Schmitzer

Im Salzburger Pinzgau waren während des Zweiten Weltkrieges 7.000 Zwangsarbeiter auf Bergbauernhöfen im Einsatz. Sie mussten die Arbeit der Bauern und Knechte, die an der Front waren, übernehmen. Ihr Schicksal hat der Historiker Alois Nußbaumer jetzt in einem Buch aufgearbeitet.
Bisher stand die Forschung über die Zwangsarbeiter in Salzburg im Schatten von Großprojekten wie den Tauernkraftwerken Kaprun. Selten wurde bisher auch danach gefragt, was aus den Zwangsarbeitern nach Kriegsende wurde.

In Österreich wurden 1944 eine Million Ausländer zur Arbeit gezwungen, 22.000 davon im Reichsgau Salzburg. Die Hälfte der "Fremdarbeiter" waren Polen und sogenannte "Ostarbeiter" aus den Sowjetgebieten, die andere Hälfte kam aus Belgien, Frankreich, Italien oder Kroatien. Ab 1942 wurden die Bewohner ganzer Dörfer verschleppt und zwangsrekrutiert. Arbeitsverweigerung oder eine Liebesbeziehung mit einer Einheimischen wurden mit dem Tod geahndet, aber auch zahlreiche Frauen aus dem Pinzgau wurden zu Haftstrafen verurteilt.

Im Vergleich zu den Arbeitern in Kaprun waren die Zwangsarbeiter in der Landwirtschaft besser verpflegt und untergebracht. Viele mussten sich erst an die unwirtliche Gebirgslandschaft gewöhnen, an die Kälte, die dunklen Winter und die Lawinengefahr. "Von den Bergen kann ich nicht herunter beißen", sagte eine Zwangsarbeiterin aus der Sowjetunion.

Service

Alois Nußbaumer, "Fremdarbeiter" im Pinzgau. Zwangsarbeit. Lebensgeschichten. Edition Tandem
Oskar Dohle/Nicole Slupetzky, Arbeiter für den Endsieg. Zwangsarbeit im Reichsgau Salzburg 1939-45. Böhlau Verlag
Österreichische Historikerkommission, Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen auf dem Gebiet der Republik Österreich 1939-1945. Oldenburg Verlag

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