Wissen aktuell

1. Wie lange geht es noch halbwegs gut?
2. Antisemitismus an Europas Universitäten
3. Wo entstand die Kunst?
4. Schaltsekunde
5. China schickt erste Frau ins All

1. "Mut zur Nachhaltigkeit" - Vortrag und neues Buch

Nahrungsmittelsicherheit, Klimawandel, Rohstoffverbrauch - darüber diskutieren kommende Woche 50.000 Politikerinnen, Wissenschafter, Nicht-Regierungsorganisationen bei "Rio+20" - dem Nachhaltigkeitsgipfel der Vereinten Nationen. Passend dazu das neue Buch von Hans Holzinger von der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen in Salzburg; vorgestellt bei der Vortragsreihe "Mut zur Nachhaltigkeit" in Wien. Über Ideen einer zukunftsverträglichen Lebensweise berichtet Marlene Nowotny.


2. Antisemitismus an Europas Universitäten

Antisemitismus war nach dem Ersten Weltkrieg in Österreich, Ungarn, Rumänien und Polen an Universitäten stärker ausgeprägt als in anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. "Alma mater antisemitica", heißt eine Tagung über Antisemitismus an den Universitäten zwischen 1918 und 1939, veranstaltet vom Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien. An deutschen Unis beispielsweise wurde ein Fünftel aller Professoren entlassen, in Berlin mehr als ein Drittel. Antisemitismus gab es an den Hochschulen auch in vielen anderen Ländern, und zwar lange vor den Nazis, sagt der Historiker Konrad Jarausch von der University of North Carolina.


3. Wo entstand die Kunst?

Wo entstand die Kunst? Bisher ging man davon aus, dass die ersten Höhlenmalereien in Europa entstanden. Britische Archäologen meinen nun: der moderne Mensch habe bereits Höhlenwände bemalt, bevor er aus Afrika nach Europa gekommen ist. Ihre Argument: die ältesten Wandmalereien in Europa werden auf 40.000 Jahre datiert; zur selben Zeit besiedelte homo sapiens Westeuropa. Wenn er also nicht erstaunlich schnell gelernt habe, dann müsse der moderne Mensch die Kunstfertigkeit mitgebracht haben.


4. Schaltsekunde

Eine Sekunde gewinnen wir mit erstem Juli: Die Weltzeit muss nämlich mithilfe einer Schaltsekunde angepasst werden. Beschlossen hat die Zusatzsekunde das Internationale Erd-Rotations-Service in Paris.


5. China schickt erste Frau ins All

China schickt erstmals eine Frau ins All- die erste Taikonautin soll morgen mit dem Raumschiff "Shenzhou" abheben, während der 13 Tage im All soll sie an Chinas Raummodul andocken, das seit einigen Monaten die Erde umkreist. Die ERSTE Frau im All war übrigens vor 50 Jahren eine Russin.


Service

Hans Holzinger, Neuer Wohlstand. Leben und Wirtschaften auf einem begrenzten Planeten. JBZ-Verlag, Salzburg 2012

Wiener Wiesenthal Institut
Internationale Erd-Rotations-Service
Höhlenmalerei
Interview mit Konrad Jarausch

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Nachrichten

SO | 17 Juni 2012

Kunst im Tal

Auf den Spuren von Max Frisch