matrix - computer & neue medien
1. ACTA ad acta? Ein Update zum Abkommen. Gestaltung: Julia Gindl
2. Cherchez la femme. Frauenmangel im Silicon Valley. Gestaltung: Beatrice Ürlings
1. Juli 2012, 22:30
1. Den Mund zugeklebt mit Streifen, auf denen groß ACTA steht, mit Guy-Fawkes Masken, Transparenten, Protestseiten und Petitionen haben im Februar Netzaktivisten europaweit auf den Straßen und im Internet gegen ACTA, das Anti Counterfeiting Trade Agreement, demonstriert. Auch im europäischen Parlament wurde eine Petition mit 2,4 Millionen Unterschriften gegen das umstrittene Abkommen überreicht. ACTA soll gegen die sogenannte Produktpiraterie ankämpfen und geistiges Eigentum im Internet besser schützen. Kritiker befürchten, dass sich ACTA negativ auf die Freiheit des Internets auswirken könnte. Jetzt ist die Europäische Kommission am Zug, die prüfen will, ob ACTA gegen die Grundrechte verstößt. Anfang Juli soll im europäischen Parlament über ACTA abgestimmt werden. EU-Kommissarin Neelie Kroes hat das Abkommen zuletzt für erledigt erklärt. Warum ACTA trotzdem aktuell bleibt, berichtet Julia Gindl.
2. Geschlechtergleichheit sieht anders aus: In der kalifornischen Internet- und High-Tech Metropole Silicon Valley arbeiten nur 15 Prozent Frauen. Noch geringer ist ihr Anteil bei den Unternehmensgründern, auf 84 Männer kommt hier nur eine Frau. Die Diskrepanz hat damit zu tun, dass nur wenige Frauen ein Studium in Computerwissenschaften absolvieren. Aber auch die Tatsache, dass das Silicon Valley von Männern aufgebaut wurde, spielt eine Rolle - sie unterstützen und fördern Ihresgleichen. Doch jetzt hat der Umdenkungsprozess begonnen. Firmen wie Facebook bemühen sich ganz gezielt um weibliche Arbeitnehmer, berichtet Beatrice Ürlings aus den USA.
