Logos - Theologie und Leben

"Was glauben Sie?" - Der Liedermacher Konstantin Wecker. Gestaltung: Johannes Kaup

Konstantin Wecker zählt zu den erfolgreichsten Liedermachern Deutschlands. 1947 in München geboren, studierte Wecker nach der Matura an der Musikhochschule. 1970 wechselte er zu einem Studium der Philosophie und Psychologie an der Universität München, komponierte parallel dazu und trat in Künstlerkneipen und Studios auf. Nach ersten Erfolgen auf Tournee mit "Jesus Christ Superstar", trat er erfolgreich mit der Münchner Lach- und Schießgesellschaft auf. Ersten nationalen Erfolg hatte seine LP "Weckerleuchten". Mit "Genug ist nicht genug" gelang ihm der Durchbruch zu internationaler Anerkennung. Insbesondere seine leidenschaftliche Ballade "Willy", die an einen Freund erinnerte, der bei einer Kneipenschlägerei mit Rechtsradikalen ums Leben gekommen war, wurde zum Kultlied einer ganzen Generation. Zahlreiche LPs und CDs folgten, ebenso wie Filmauftritte und erste Bücher. Die Wechselbäder zwischen "mitreißenden Songs und ironisch-zynischen Texten" machen Weckers Liedkunst aus. Die Süddeutsche Zeitung beschreibt seine Musik als eine "ureigenste Liedform, die eine neue umfassende Kategorie zwischen ernsthafter und unterhaltender Musik geworden ist".

1995 wurde Wecker wegen Kokainbesitzes und -konsums verhaftet und zu einer zweieinhalbjährigen unbedingten Haftstrafe verurteilt. Nach einer Neuauflage seines Drogenprozesses wurde die Haftstrafe auf Bewährung ausgesetzt. Nach diesen Rückschlägen startete Wecker künstlerisch neu durch und war nach Einschätzung der Frankfurter neuen Presse "Besser denn je".

In der Logos-Gesprächsreihe "Was glauben Sie?" fragt Johannes Kaup den deutschen Liedermacher nach den Hintergründen seiner lyrisch-rebellischen Künstlerlaufbahn. Wecker wird dabei auch dazu Stellung nehmen, inwieweit sein Lebensdurst auch mit religiösen Fragen zu tun hat.

Sendereihe