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"¡Viva la muerte!"
In den Narcocorridos, den Drogen-Balladen aus Nordmexiko, werden die Morde der mexikanischen Drogenbosse wie Heldentaten besungen. Feature von Christian Lerch. Koproduktion WDR/ORF 2012

Millionenfach verkaufen sich die CDs und Kassetten der im Radio verbotenen Lieder und machen ihre Musiker reich. Narcocorridos sind vor allem dort populär, wo die Drogenhändler und -kartelle am brutalsten den Alltag der Menschen bestimmen, in Culiacán oder Tijuana an der mexikanischen Grenze zu den USA. Über 60.000 Menschen fielen allein in den vergangenen sechs Jahren dem blutigen Konflikt zum Opfer. Auch die selbsternannten "Chronisten" der verfeindeten Kartelle müssen mitunter den Tod fürchten.

Komponieren sie für das falsche Kartell, stehen sie auf der Abschussliste. Fünfzehn Musiker sind zwischen 2007 und 2010 umgebracht worden, viele mussten Mexiko wegen Morddrohungen bereits verlassen.

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