Tonspuren

Die Geliebte des Kommandanten. Eleonore Hodys und Rudolf Höß. Feature von Stefan Weber

1942: Die Österreicherin Eleonore Hodys ist politische Gefangene im Vernichtungslager Auschwitz. Hedwig Höß, die Ehefrau des Lager-Kommandanten Rudolf Höß, beschäftigt sie tagsüber in ihrer nahe gelegenen Villa als Teppichknüpferin und Gobelin-Stickerin. Höss beginnt sich für Hodys zu interessieren, er sorgt dafür, dass sie ein bevorzugtes Lagerleben genießt, (eigenes möbliertes Zimmer im Lager, eigene Köchin, kein Rauchverbot) und bedrängt sie so lang bis sie schließlich nachgibt. Sie wird schwanger. Höß gerät in Panik. Eleonore Hodys soll liquidiert werden, man bringt sie in den Stehbunker, wo sie verhungern würde.

Das Vorhaben misslingt: Der eifrige SS-Sturmbannführer und Richter Konrad Morgen versucht Höß mit Eleonore Hodys' Zeugenaussage zu überführen und zu verurteilen. Hodys wird nach München gebracht, sie taucht unter, ihre Spur verliert sich. Rudolf Höß wird vorübergehend nach Berlin versetzt, doch eine Anklage gegen ihn kommt nie zustande, weil Himmler "seinen reinen Kommandanten" schützt.

Sendereihe

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Vom Leben der Natur

DO | 20 September 2012