Klartext. Ein Beitrag zur Streitkultur

Bundesheer-Reform: Warten auf Godot?
Diskussionsleitung: Klaus Webhofer

Viel Sport, mehr militärische Ausbildung, keine sinnlosen Tätigkeiten - schaut so die schöne neue Welt der Grundwehrdiener aus? Zumindest verspricht das die Politik. Der Wunsch der jungen Männer nach mehr Geld bleibt jedoch unerfüllt. Attraktivierung des Grundwehrdienstes nennt sich das Projekt. Eine Frucht der Volksbefragung, die die Wehrpflicht bis auf weiteres in Stein gemeißelt hat. Die Bevölkerung hat eine Umstellung auf ein Berufsheer abgelehnt, doch hat sie das nicht hauptsächlich deshalb getan, um den Zivildienst zu retten?

Was auch immer am Ende herauskommt: Es wird eine Minireform bleiben. Dabei gäbe es genug Baustellen im Heer. Eine aufgeblähte Verwaltung, ein veraltetes Soldatendienstrecht, überwiegend in die Jahre gekommenes Gerät - und natürlich chronischer Geldmangel.

Bei den Auslandseinsätzen werden hingegen keine Kosten gescheut. Doch gerade Österreichs UNO-Einsatz am Golan wird immer gefährlicher. Das EU-Waffenembargo läuft aus. Soll man die Soldaten im syrisch-israelischen Grenzgebiet belassen oder schnellstmöglich heimholen? Auslandseinsätze sind eine Visitenkarte Österreichs, argumentieren SPÖ und ÖVP gerne, aber ist man tatsächlich bereit, das Leben der Blauhelme aufs Spiel zu setzen?

Über die Zukunft des Bundesheeres diskutieren bei Klaus Webhofer

)Edmund Entacher, Ex-Generalstabschef

)Peter Pilz, Sicherheitssprecher der Grünen

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