Motive - Glauben und Zweifeln

Ein Rückblick auf die Fragen und Themen der jüngsten Tage:

1. Situation der Christen in Ägypten: Evangelischer Pfarrer aus Hurghada analysiert
2. Der Lehrer des Papstes
3. Über mögliche Neuanfänge in Wirtschaft, Politik und Kirche - Diskussion mit Schönborn, Treichl und Glawischnig

1. Situation der Christen in Ägypten: Evangelischer Pfarrer aus Hurghada analysiert

In Österreich ist dieser Tage Papst Tawadros II., das Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche, zu Gast. Diese Kirche ist vergleichsweise klein, je nach Quelle wird die Zahl ihrer Mitglieder mit 5 bis 11 Millionen Gläubigen beziffert.
Entstanden ist diese christliche Tradition, die sich der Überlieferung nach auf Markus, den Verfasser des gleichnamigen Evangeliums zurückführt, in Ägypten. Koptinnen und Kopten verstehen sich als die Ur-Ägypter, darauf verweist schon das Wort "koptisch", das in der altgriechischen Sprache denselben Wortstamm wie "Ägypter" hat. Die koptische Kirche erlebt in Ägypten derzeit krisenhafte Zeiten. Seit dem Beginn der Revolution ist das Land am Nil nicht zur Ruhe gekommen. Wie sieht sie heute aus, die religiöse Landschaft in Ägypten? Wie ist es dort um die Situation der Christen bestellt? David Gabbrah, evangelischer Pfarrer in der Touristenhochburg Hurghada, gibt Auskunft. - Gestaltung: Brigitte Krautgartner


2. Der Lehrer des Papstes

Juan Carlos Scannone ist nicht nur einer der Gründerväter der lateinamerikanischen Theologie und Philosophie der Befreiung, der 83-jährige Jesuitenpater war auch ein Lehrer und ist ein langjähriger Vertrauter Jorge Mario Bergoglios, wie der römisch-katholische Papst Franziskus mit bürgerlichem Namen heißt. 16 Jahre lang haben die beiden in Buenos Aires unter einem Dach gelebt.
Auf Einladung des Instituts für christliche Philosophie an der Katholische-Theologischen Fakultät der Universität Wien und des Katholischen Akademikerverbandes der Erzdiözese Wien war Juan Carlos Scannone kürzlich in Wien. - Gestaltung: Maria Harmer


3. Über mögliche Neuanfänge in Wirtschaft, Politik und Kirche - Diskussion mit Schönborn, Treichl und Glawischnig

Produziert unsere Gesellschaft Egoisten? Ein Wirtschaftssystem, das auf permanentem Wachstum gegründet ist und in dem sich sozialer Aufstieg durch Konsum definiert, bringt eine neue Generation von Einzelkämpfern hervor, in der Solidarität keinen Platz hat: Zu diesem Schluss kommen immer mehr Gesellschaftskritikerinnen und -kritiker und sehen in der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise eine Folge dieser Entwicklung. Wie kann es zu einem Umdenken kommen? Auch um diese Frage ist es in einer prominent besetzten Podiumsdiskussion gegangen, zu der die sogenannte "Akademie für Evangelisation" der "Gemeinschaft Emmanuel" vergangene Woche in den Kuppelsaal der Technischen Universität in Wien geladen hatte. Der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn, Grünen-Chefin Eva Glawischnig und der Top-Banker Andreas Treichl analysierten Schwachstellen auf europäischer Ebene und sprachen über mögliche Neuanfänge in Wirtschaft, Politik und Kirchen. - Gestaltung: Sebastian Fleischer


Moderation: Martin Gross


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