Motive - Glauben und Zweifeln

Ein Rückblick auf die Fragen und Themen der jüngsten Tage:

1. Alevitische Glaubensgemeinschaft feiert Anerkennung
2. "Superhands" - Hilfe für pflegende Kinder und Jugendliche
3. "Il Papa buono" - 50. Todestag von Johannes XXIII.

1. Alevitische Glaubensgemeinschaft feiert Anerkennung

Sie gelten als liberal, sehen Frauen und Männer als gleichberechtigt und lehnen die Scharia ab. Rund 80.000 Anhänger zählt - nach eigenen Angaben - die "Islamische Alevitische Glaubensgemeinschaft". Seit wenigen Tagen ist "Alevi", so die Kurzbezeichnung, als Religionsgesellschaft in Österreich staatlich anerkannt. Aus religiösen und politischen Gründen wurden die Aleviten bereits im Osmanischen Reich unterdrückt, und auch in jüngster Vergangenheit war wieder öfter von Spannungen zwischen Aleviten und der sunnitischen Mehrheitsbevölkerung in der Ost-Türkei zu hören. Auch bei einem Festakt in Wien wurde dieses heikle Thema nicht ausgespart. - Gestaltung: Sebastian Fleischer


2. "Superhands" - Hilfe für pflegende Kinder und Jugendliche

Statt zu spielen oder Freunde zu treffen, führen sie den Haushalt, organisieren Arzttermine und Medikamente, waschen und ernähren ihre oft chronisch kranken Eltern, Geschwister oder andere Angehörige. Und es sind viel mehr als bisher angenommen. Rund 42.700 Kinder und Jugendliche in Österreich sind intensiv in die Pflege Angehöriger zu Hause eingebunden, hat kürzlich eine Studie des Instituts für Pflegewissenschaften an der Universität Wien gezeigt. Fast drei Viertel davon sind Mädchen. Die evangelische Sozialorganisation der Johanniter hat in Kooperation mit dem evangelischen Hilfswerk Diakonie vor wenigen Monaten das Projekt Superhands gestartet, das genau diesen Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren nötige Hilfe und vor allem Information anbietet. Finanziert wird das Projekt mittels Unternehmenskooperationen durch private Spenden. Kerstin Tretina berichtet über das Projekt und die Erfahrungen eines Betroffenen.


3. "Il Papa buono" - 50. Todestag von Johannes XXIII.

Er war ein Papst, der, das sei rund um den Vatertag am 9. Juni erwähnt, wie ein liebevoller Vater verehrt wurde: "Il papa buono", "der gute Papst" Johannes XXIII. Am 3. Juni 1963 - also vor 50 Jahren - ist er gestorben, nach nur fünf Jahren im Amt, mitten im Zweiten Vatikanischen Konzil, das er einberufen hatte. Von der Kirche hatte er ein "Aggiornamento", eine "Verheutigung" gefordert. Eines seiner größten Anliegen war der Friede in der Welt, dem er sich in seiner letzten und wohl bedeutendsten Enzyklika gewidmet hat, ein Werk, das bis heute höchst aktuell klingt. Judith Fürst hat mit dem Publizisten Hubert Gaisbauer gesprochen, der sich intensiv mit der Persönlichkeit des "Konzilspapstes" befasst hat. - Gestaltung: Judith Fürst


Moderation: Martin Gross

Service

|http://www.superhands.at/|Superhands]

Hubert Gaisbauer, "Ruhig und froh lebe ich weiter, Älter werden mit Johannes XXIII.", Dom-Verlag Wien

Sendereihe